Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

widerstehen

-ste̱hen, widerstand, hat widerstanden
1. jmdm., einer Sache w. der Versuchung, die von jmdm., einer Sache ausgeübt wird, nicht erliegen, jmdm., einer Sache gegenüber standhaft bleiben: er konnte dem hübschen Mädchen, ihren schönen Augen nicht w.; jmds. Bitten, Liebenswürdigkeit, Überredungskünsten, Verführungsversuchen, Schlichen (nicht) w. (können); der Verlockung, Versuchung, etw. zu tun, w.; Er brachte seine Bitte demütig und mit so viel einschmeichelndem Ernst vor … daß ich lächeln mußte und nicht widerstehen konnte Jahnn Niederschrift 2,325; wenn das so nett gesagt wird, wer könnte da w.?
2. gegen etw. widerstandsfähig sein, der Einwirkung einer Kraft standhalten: dieses Material widersteht allen Beanspruchungen, Belastungen, Erschütterungen; die Rohre widerstanden dem hohen Druck; die Expeditionsmitglieder mußten dem rauhen Klima, der Kälte w.
3. etw. widersteht jmdm. etw. ist jmdm. zuwider
a) etw. erregt bei jmdm. durch einen bestimmten Geschmack oder Geruch Ekel, Widerwillen: das fette Fleisch, diese Arznei, das (zu süße) Essen widersteht ihm;
b) etw. ist jmdm. äußerst unangenehm, entspricht nicht jmds. Absicht, Vorstellung: Es widersteht mir, Sie vor Gericht zu stellen Renn Krieg 90 es widersteht ihm, den Zuhörern eine lange Einführung zu geben;

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Zitationshilfe
„widerstehen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/widerstehen>, abgerufen am 18.09.2021.

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