Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

widerstreben

-stre̱ben, widerstrebte, hat widerstrebt
1. etw. widerstrebt jmdm., jmds. Gefühl etw. ist jmdm., jmds. Gefühl unangenehm, entspricht nicht jmds. Überzeugung: es widerstrebt mir, darüber zu reden, ihr Vertrauen zu mißbrauchen, unsere Kinder zu streng zu erziehen; so etw. zu tun, widerstrebte seinem Charakter, Taktgefühl, seiner Empfindung; diese Arbeit, Antwort widerstrebte ihm; eine solche Entscheidung widerstrebte seinem Gerechtigkeitsgefühl;
2. jmds. Wünschen w. jmds. Wünschen nicht entsprechen wollen, sich jmds. Wünschen widersetzen: jmds. Willen, Plänen, Anweisungen w.; mit Widerstreben (widerwillig, ungern) hörte er ihn an, fügte er sich dem Beschluß der Mehrheit, ging er in diese Veranstaltung ohne Widerstreben (willig) kam er mit /oft im Part. Präs./ widerstrebend widerwillig, ungern: er ging nur widerstrebend mit; etw. mit widerstrebenden (sich dagegen wehrenden) Gefühlen, Empfindungen tun er zerrte den Widerstrebenden mit sich;

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Zitationshilfe
„widerstreben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/widerstreben>, abgerufen am 18.09.2021.

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