Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

widerwärtig, Adj.

-wärtig /Adj./
1. höchst unangenehm auf das Empfinden wirkend
a) das ästhetische Empfinden verletzend: w. Farbzusammensetzungen, Töne, Geräusche;
b) höchst unsympathisch, (moralisch) verabscheuenswürdig: ein w. Grinsen, Zynismus; eine w. Neugier; Schlägereien sind (mir) w.; Selbstsucht ist wohl eine der widerwärtigsten Erscheinungen; Meine Tante ist ein widerwärtiges Ekel Noll Holt 2,152; du bist mir in all der Zeit nicht w. geworden;
c) kaum ertragbar: er befand sich in einer w. Lage, war in etw. Widerwärtiges geraten, verwickelt; der Gedanke war ihm w.;
2. höchst unangenehm auf die Sinnesorgane wirkend, ekelerregend: Ratten gehören zu den widerwärtigsten Schädlingen; Wenn der Wind zu uns herüberweht, bringt er den Blutdunst mit, der schwer und widerwärtig süßlich ist Remarque Im Westen 129 diese Arznei, süßer Wein ist ihm w.;

WDG, 6. Band, 1977

widerwärtig, Adj.

widerwärtig /Adj./
s. wider- Wider-

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Zitationshilfe
„widerwärtig“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/widerwärtig>, abgerufen am 18.09.2021.

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