Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wir, Pers.pron.

wir /Pers.pron./
1. Bez. für mehrere Personen, wobei die eigene mit eingeschlossen ist; im Nom./ w. fahren nächste Woche auf Urlaub; so etw. Schönes haben w. lange nicht gesehen; entweder w. oder ihr; w. modernen Menschen, veraltend w. moderne Menschen⌝; w. anderen; der Weg vom Ich zum Wir; /vom Autor, Redner für sich und die Gemeinschaft der Leser, Hörer gebraucht/ Wir schreiben den November des Jahres 1949. Wir, Sie und ich, stehen am gleichen Punkt Jens Mann 15; bei diesem Experiment werden w. sehen, daß …; w. kommen nun zum nächsten Punkt der Tagesordnung; /uns im Akk. / wer hat uns gerufen?; man hat viel für uns getan; auf uns kamen immer neue Aufgaben zu; /uns im Dat. / erzähle uns alles!; der Urlaub ist uns so schnell vergangen; komm mit zu uns!; von uns aus ist alles geregelt; wir waren ganz unter uns; unter uns gesagt; /unser im Gen. / geh. sie gedachten unser; ich möchte in unser aller Namen sagen, daß …; Wir waren unser über tausend Feuchtw. Teufel 7
2. /vom Autor in Büchern, Reden statt ich gebraucht / w. werden später noch einmal darauf zu sprechen kommen; w. halten es für richtig, auf diesen Terminus zu verzichten; w. haben hier einen gewichtigen Einwand
3. umg. vertraul. /in der Anrede für du, ihr, Sie / Unsinn, Tony! Du mit deinem Leben … Aber wir langweilen uns (du langweilst dich) wohl ziemlich stark? Th. Mann 1,306 (Buddenbr.) ; aber Kinder, ihr wißt doch, daß dürfen w. (dürft ihr) nicht machen! na, was haben w. (Sie) denn für Sorgen?

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Zitationshilfe
„wir“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wir>, abgerufen am 04.08.2020.

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