Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wohltun, Vb.

-tun /Vb./
1. etw. tut jmdm. wohl etw. hat eine angenehme Wirkung auf jmdn., etw. tut jmdm. gut: die frische Luft, der Kognak wird dir w.; diese Worte taten (ihr) wohl; das hat wohlgetan!; /oft im Part. Präs./ in dem Raum herrschte eine wohltuende Kühle, Stille; jmd. ist von wohltuender Bescheidenheit, Sachlichkeit; jmd. übt einen wohltuenden Einfluß aus; etw. hat eine wohltuende Wirkung; ihre ruhige Bestimmtheit wirkte wohltuend; etw. (als) wohltuend empfinden
2. geh. jmd. tut wohl
a) jmd. handelt richtig: du würdest w., wenn du ihm verziehest; etw. ist wohlgetan; etw. ist eine richtige Handlungsweise: das war wohlgetan!; Wir meinen vielmehr, es sei wohlgetan, der Frage, was Mozarts Musik uns geben könne, entgegen zu fragen, auf welche Weise wir denn dieser Musik zu antworten wissen Goes Aber im Winde 310
b) jmd. erweist Wohltaten: er hat vielen Menschen wohlgetan; Die Armut nämlich war zu einem Gewerbe geworden, und das Wohltun zu einer Prahlerei Werfel Jeremias 83

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Zitationshilfe
„wohltun“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wohltun>, abgerufen am 18.09.2021.

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