Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wund, Adj.

wund /Adj./
1. an der Oberfläche der Haut durch Reibung, Schürfung leicht verletzt: eine (vom vielen Tragen) w. (aufgeriebene) Schulter w. Fersen (vom vielen Laufen) haben; Die Knöchel ihrer Finger waren wund vom Wäschewaschen Noll Holt 2,246; er hat sich /Dat./ die Füße ganz w. gelaufen; sich w. reiben; das Pferd hat sich /Dat./ das Fell w. gescheuert (aufgescheuert) /bildl./ salopp sie schrieb sich /Dat./ die Finger w. (schrieb sehr viel) /übertr./ ein w. Punkt, eine w. Stelle eine für jmdn. unangenehme Angelegenheit, eine empfindliche Stelle: hier ist, liegt der w. Punkt; salopp sich /Dat./ die Füße nach etw. w. laufen (lange herumlaufen, um etw. zu bekommen)
2. durch eine Waffe verletzt: ein w. (angeschossener) Hirsch ein Wild w. schießen;
3. geh. innerlich getroffen, leidend: ein w. Gemüt; eine w. Seele; Und als ich, das Herz wund vor Angst, in der Klinik nach ihr fragte Welk Hoher Befehl 417

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Wortfügung
Zitationshilfe
„wund“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wund>, abgerufen am 30.11.2020.

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