Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

zugreifen

zugreifen, griff zu, hat zugegriffen
1. nach einer Sache, jmdm. fassen, greifen, um etw. auszuführen: er kann nicht z., weil er sich /Dat./ die Hand verletzt hat; für eine Person ist die Kiste zu schwer, aber wenn ihr beide zugreift, könnt ihr sie hinaustragen; er mußte fest z., als er dem Kranken beim Aufrichten half; er griff rasch zu, bevor der Teller zu Boden fiel; sich etw. (Angebotenes) nehmen: überall lagen Falläpfel herum, man brauchte nur zuzugreifen; greifen Sie zu (bedienen Sie sich), und lassen Sie es sich /Dat./ schmecken!; /bildl./ greifen Sie zu (kaufen Sie), solange der Vorrat reicht! die Polizei hatte rasch zugegriffen (war rasch eingeschritten) er sah die Chance seines Lebens und griff zu (nahm sie wahr)
2. tüchtig arbeiten: die älteste Tochter in dieser kinderreichen Familie hat hart z. müssen; so jung er noch war, griff er doch in der Werkstatt seines Vaters schon kräftig zu; wenn viele Hände mit z. (mitarbeiten), ist die Arbeit bald geschafft

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Zitationshilfe
„zugreifen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/zugreifen>, abgerufen am 26.11.2020.

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