Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

zupfen, Vb.

zupfen /Vb./
an etw. z. (wiederholt) ruckartig und vorsichtig mit den Fingerspitzen an etw. ziehen: verlegen, nervös an der Tischdecke z.; die Kranke zupfte andauernd an der Bettdecke; jmdn. am Ärmel, Bart z.; sich am Ohr, an der Nasenspitze z.; wenn er über etw. nachdenkt, zupft er (sich) mit Daumen und Zeigefinger an seinem Kinn, sein Kinn; sie zupfte immer wieder an seiner Krawatte, bis sie endlich saß; das Kind zupfte die Mutter am Rock, am Rock der Mutter; Mus. etw. z. an den Saiten eines Musikinstruments ruckartig reißen: d. Gitarre, Zither z.; die Saiten z.; an einer Saite z.; etw. (aus etw.) z. etw. mit den Fingerspitzen erfassen und von etw. anderem trennen, herausziehen: Wolle, Baumwolle, veralt. Scharpie⌝ z.; einen Faden aus einem Gewebe z.; umg. jmdm., sich /Dat./ Fusseln vom Kleid z. (ablesen) ; jmdm., sich /Dat./ die Augenbrauen (mit der Pinzette) z. (störende Haare entfernen) im Garten Unkraut z.; eine Blume aus der Vase z.; die Blütenblätter aus einer Margerite z.; auf der Weide gab es für die Tiere nichts mehr zu z. (nichts mehr zu fressen)

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Zitationshilfe
„zupfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/zupfen>, abgerufen am 18.01.2021.

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