Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

zuspitzen, Vb.

zuspitzen /Vb./
1. etw. spitz machen, mit einer Spitze versehen, anspitzen: wir haben die Pfähle zugespitzt und eingerammt;
2. etw. spitzt sich zu etw. wird spitz, läuft spitz zu, verjüngt sich: d. Obelisk, Gipfel spitzt sich nach oben zu; Reusen spitzen sich nach hinten zu; ihr Mund war ein wenig zugespitzt;
3. /übertr./ etw. verschärfen, schlimmer machen: aggressive Kräfte versuchten, die internationale Lage zuzuspitzen; etw. spitzt sich zu etw. verschärft sich, wird immer schlimmer, kritischer, drohender: der Konkurrenzkampf zwischen den Monopolen spitzt sich immer mehr zu; d. Krise, Konflikt hat sich bedrohlich, weltweit zugespitzt; in der Erregung hatte sich das Gespräch ein wenig zugespitzt; die sich aufs schärfste zuspitzenden Klassengegensätze, Widersprüche; eine Frage z. eine Frage gezielt stellen, auf etw. richten: Man müsse doch jede Frage zuspitzen, um an den Kern der Widersprüche zu kommen Ch. Wolf Geteilter Himmel 205 die Diskussion spitzte sich mehr und mehr auf die Frage zu (drehte sich mehr und mehr um die Frage), ob … seine Antworten waren polemisch zugespitzt (ausgerichtet)

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Zitationshilfe
„zuspitzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/zuspitzen>, abgerufen am 18.01.2021.

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