weghaben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungweg-ha-ben
Wortzerlegungweg-haben
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
jmdn. weghaben wollenjmdn. nicht mehr an der Stelle, an der er sich befindet, haben wollen
Beispiel:
man will uns nur weghaben, weiter nichts, wir sollten auswandern, heißt es [Diggelm.Hinterlassenschaft25]
etw. weghaben wollen
Beispiel:
ich will den Schrank hier weghaben
2.
umgangssprachlich etw. beseitigt, entfernt haben
Beispiel:
endlich habe ich den Fleck weg
3.
umgangssprachlich etw. (Schlimmes) bekommen haben, sich etw. (Schlimmes) zugezogen haben
Beispiele:
durch die Kälte hatte ich prompt eine Grippe weg
einen Knacks weghaben
plötzlich hatte er eine Ohrfeige weg
er hat seine Strafe weg
er hat sein(en) Teil weg (= er hat seine verdiente Strafe erhalten)
salopp er hat sein Fett weg (= er hat seine verdiente Strafe erhalten)
du hast deinen Anteil, dein(en) Teil schon weg
4.
salopp etw. begriffen, verstanden, erfasst haben
Beispiele:
er hatte sofort weg, wie das gemacht wird
Denn daß sie kein Liebespaar waren, das hatten die Frauen schnell weg [FalladaWolf2,199]
sich auf etw. verstehen, etw. gut können
Beispiele:
das hat sie weg
salopp die Kurve weghaben (= in etw. geschickt sein)
[sie] hatte es weg, ihre Schlamperei ... im Augenblick schwuppdiwupp verschwinden zu lassen [FusseneggerAntlitz117]
was weghaben
Beispiel:
auf diesem Gebiet hat er was weg (= ist er beschlagen)
5.
salopp
Beispiel:
er hat die Ruhe weg (= ihn kann nichts erschüttern)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beiname Etikett Fett Image Knacks Mauer Name Ruf Ruhe Schlag Spitzname Stempel Volksmund alle bald da du eben endgültig endlich gleich jedenfalls lieb längst schnell schon seitdem seither sofort unbedingt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›weghaben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man wollte ihn weghaben, so wie man ihn jetzt ins Europäische Parlament wegloben will.
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2003
Ich habe ziemlich schnell meine erste Verurteilung weggehabt und mußte in die Therapie.
Der Spiegel, 09.07.1990
Ich gehöre nicht zu denen, die ihn unbedingt weghaben wollen.
Der Tagesspiegel, 07.07.2004
Wer ihn weghaben wolle, müsse sagen, wo er sparen will.
Die Zeit, 18.03.2013 (online)
Sind wir dann aber nicht wieder dort, wo Heidegger uns weghaben wollte, bei den nur bedingten Begriffen und Sätzen?
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2275
Zitationshilfe
„weghaben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/weghaben>, abgerufen am 26.08.2019.

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