welken

GrammatikVerb · welkt, welkte, ist/hat gewelkt
Aussprache
Worttrennungwel-ken
Wortbildung mit ›welken‹ als Letztglied: ↗abwelken · ↗dahinwelken · ↗hinwelken · ↗verwelken
eWDG, 1977 und DWDS, 2014

Bedeutung

von Pflanzen   welk werden
Beispiele:
die Blumen welken
der Strauß welkt schon, ist, hat bei dieser Hitze schnell gewelkt
Alpenveilchen welken leicht bei Wärme
übertragen Quelle: DWDS, 2014
Beispiele:
seine Hoffnungen auf den Wahlsieg welkten
Die in schlappen Falten um Kinn- und Backenknochen welkende Haut der Ausgehungerten [H. HauserinHammer u. Feder149]Quelle: WDG, 1977

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

welk · welken · verwelken
welk Adj. ‘verdorrt, ausgetrocknet, ohne Saft’ (vorwiegend von Pflanzen), ahd. welc ‘feucht, lauwarm, weich, welk’ (8. Jh.), mhd. welc(h), wilch ‘feucht, lau, weich, milde, gelinde, welk’, asächs. mnd. welk, mnl. welc ‘verwelkt’ sowie (ablautend) ahd. wal(a)h ‘lau’ (11. Jh.), mit Metathese mnd. wlack, aengl. wlaco, wlacu, wlæc ‘lau’ und wohl auch (schwundstufig) das unter ↗Wolke (s. d.) behandelte Substantiv lassen sich mit lit. vìlgyti ‘an-, befeuchten, naß machen’, aslaw. vlaga ‘Feuchtigkeit, Saft’ (bei Pflanzen), aruss. vologa ‘fettige Speisezutat, Suppe, Nahrung’, russ. (älter) vológa (волога) ‘Feuchtigkeit, Flüssigkeit, flüssiges Fett als Zutat’ auf ie. *u̯elg- ‘feucht, naß’ zurückführen, das vielleicht unerweitert vorliegt in mnd. welen ‘welken, trocknen’, vgl. auch norw. schwed. valen ‘gefühllos, erstorben vor Kälte’. Auffällig ist der Bedeutungsübergang von ‘feucht’ (ahd. mhd. noch resthaft bewahrt) zu ‘saftlos, verdorrt’. Die Annahme, daß das Faktitivum ahd. welkēn ‘die Feuchtigkeit, die Säfte verlieren’ (s. unten) auf das Adjektiv zurückgewirkt hat, ist nicht beweisbar. Vielleicht ist eher eine Bedeutungsentwicklung von ‘feucht, faulig’ zu ‘abgestorben, verdorrt’ vorauszusetzen? welken Vb. ‘welk werden, vertrocknen’, ahd. welkēn (9. Jh.), mhd. welken ‘die Säfte verlieren, vertrocknen, welk werden’. verwelken Vb. ‘welk werden, vertrocknen’, mhd. verwelken.

Thesaurus

Synonymgruppe
schlaff werden · welken
Synonymgruppe
verblühen · ↗verdorren · welken

Typische Verbindungen zu ›welken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›welken‹.

Verwendungsbeispiele für ›welken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um schwarzen Tee zu gewinnen, läßt man die frisch gepflückten Blätter erst welken.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 116
Überall welkten die Weiber in jungen Jahren unter ihrer Last.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 114
Bei einem zu warmen Stand und zu trockener Haltung welken hingegen die Blätter.
Der Tagesspiegel, 04.01.2003
Niemals dürfen die Blätter des ausgetriebenen frischgepflanzten Baumes schlappen oder gar welken.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 184
Und immer noch wachsen und welken die nicht verwandelten Blätter.
Die Zeit, 27.09.2006, Nr. 43
Zitationshilfe
„welken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/welken>, abgerufen am 29.03.2020.

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