werken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwer-ken
Wortbildung mit ›werken‹ als Erstglied: ↗Werkbank · ↗Werker · ↗Werkhof · ↗Werklehrer · ↗Werkleute · ↗Werkmann · ↗Werksstudent · ↗Werkstatt · ↗Werkstein · ↗Werkstoff · ↗Werkstudent · ↗Werkstätte · ↗Werkstück · ↗Werktag · ↗Werktisch · ↗Werkunterricht · ↗Werkzeug · ↗werktätig
 ·  mit ›werken‹ als Letztglied: ↗heimwerken
eWDG, 1977

Bedeutung

umgangssprachlich körperlich, handwerklich arbeiten, tätig sein
Beispiele:
er werkt von früh bis spät, beginnt schon am frühen Morgen zu werken
der Bauer werkt auf seinem Acker, im Stall
sie werkt in der Küche, im Haus, Garten
1200 Arbeiter werken hier in drei Schichten [BronnenDeutschland159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Werk · werken · Werktag · werktätig
Werk n. ‘Handlung, Tat, das Geschaffene, Produkt, Fabrik’, ahd. werc ‘Tätigkeit und ihr Ergebnis’ (8. Jh.), mhd. werc(h), auch ‘zu bearbeitender Rohstoff, Werkzeug’, asächs. werk, mnd. werk, wark, mnl. werc, warc, weerc, nl. werk, aengl. weorc, werc, worc, wurc, engl. work, anord. schwed. verk (germ. *werka- n.) läßt sich wie die unter ↗wirken (s. d.) angeführten Formen vergleichen mit awest. varəz- ‘wirken’, varəzya- n. ‘Betätigung’, griech. érgon (ἔργον, aus *Ϝέργον) ‘Werk, Sache, Arbeit, Kunstwerk’, mkymr. gwreith (aus *u̯reg̑tu-) ‘Tat’ und auf eine Wurzel ie. *u̯erg̑-, *u̯reg̑- ‘wirken, tun’ zurückführen (s. auch ↗Werg). Werk bezeichnet seit ahd. Zeit die ‘Tätigkeit, Arbeit’ und ‘das durch Arbeit Geschaffene’; die Bedeutung ‘Fabrik, Betriebsanlage’, vgl. Berg-, Hütten-, Walzwerk, entwickelt sich im 17. Jh. werken Vb. ‘arbeiten, tätig sein’, ahd. werkōn (8. Jh.), mhd. werken, im 17. Jh. im Gebrauch hinter arbeiten, schaffen, wirken zurücktretend, im 19. Jh. aber durch Schriftsteller wie Gotthelf, Jahn, W. Grimm wieder belebt. Werktag m. ‘Wochentag, Alltag’ (im Unterschied zum Sonn- und Feiertag), mhd. werctac. werktätig Adj. ‘handelnd, wirkend’ (16. Jh., geläufig 18. Jh.), ‘berufstätig’ (Anfang 20. Jh.), substantiviert besonders im Plur. Werktätige zur Bezeichnung aller berufstätigen Menschen, die keine Ausbeutung betreiben (so 1920 auf dem 2. Kongreß der Kommunistischen Internationale).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) betätigen (als) · tätig sein · werken · ↗wirken  ●  ↗arbeiten  Hauptform · ↗schaffen  ugs., schwäbisch
Unterbegriffe
  • (sich) (mächtig) ins Geschirr legen · (sich) (mächtig) ins Zeug legen · arbeiten wie ein Pferd · bis zur Erschöpfung arbeiten · ↗rackern · schwer arbeiten · viel arbeiten · werken  ●  (sich) in die Sielen legen  veraltet · hart arbeiten  Hauptform · (schwer) am Wirken sein  ugs., regional · ↗(sich) abfretten  ugs., süddt. · ↗(sich) fretten  ugs. · ↗ackern  ugs. · ackern wie 'ne Hafendirne  ugs. · ackern wie ein Hafenkuli  ugs. · ↗hackeln  ugs., österr. · ↗keulen  ugs., ruhrdt., regional · ↗malochen  ugs. · nicht kleckern, sondern klotzen  ugs. · plockern  ugs., regional · rabotten (regional, teilw. veraltet)  ugs. · ↗ranklotzen  ugs. · ↗reinhauen  ugs. · reinklotzen  ugs. · ↗roboten  ugs. · ↗rödeln  ugs. · schaffe, schaffe, Häusle baue  ugs., schwäbisch, Spruch · ↗schuften  ugs. · schwer zugange sein  ugs., ruhrdt. · ↗werkeln  ugs. · wullachen  ugs., ruhrdt. · wullacken  ugs., ruhrdt.
  • (eine) Arbeit annehmen · (einen) Arbeitsvertrag abschließen · (einen) Arbeitsvertrag unterschreiben  ●  ↗(sich) verdingen  veraltet · ↗anheuern (bei)  fachspr., auch figurativ, seemännisch
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) (mächtig) ins Geschirr legen · (sich) (mächtig) ins Zeug legen · arbeiten wie ein Pferd · bis zur Erschöpfung arbeiten · ↗rackern · schwer arbeiten · viel arbeiten · werken  ●  (sich) in die Sielen legen  veraltet · hart arbeiten  Hauptform · (schwer) am Wirken sein  ugs., regional · ↗(sich) abfretten  ugs., süddt. · ↗(sich) fretten  ugs. · ↗ackern  ugs. · ackern wie 'ne Hafendirne  ugs. · ackern wie ein Hafenkuli  ugs. · ↗hackeln  ugs., österr. · ↗keulen  ugs., ruhrdt., regional · ↗malochen  ugs. · nicht kleckern, sondern klotzen  ugs. · plockern  ugs., regional · rabotten (regional, teilw. veraltet)  ugs. · ↗ranklotzen  ugs. · ↗reinhauen  ugs. · reinklotzen  ugs. · ↗roboten  ugs. · ↗rödeln  ugs. · schaffe, schaffe, Häusle baue  ugs., schwäbisch, Spruch · ↗schuften  ugs. · schwer zugange sein  ugs., ruhrdt. · ↗werkeln  ugs. · wullachen  ugs., ruhrdt. · wullacken  ugs., ruhrdt.
Oberbegriffe
  • (sich) betätigen (als) · tätig sein · werken · ↗wirken  ●  ↗arbeiten  Hauptform · ↗schaffen  ugs., schwäbisch
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Band Bruch Cembalo Ensemble Kammermusik Kammermusiksaal Kammerorchester Klavierabend Komponist Konzert Künstler Maler Matinee Nachlaß Orchester Orgel Orgelkonzert Orgelvesper Plastik Reger Sammlung Schrift Solist Strauß Uhr auf basteln eben heimwerken malen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›werken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch vor 30 Jahren werkten in Österreich über 12.000 Arbeiter in den Schuhfabriken.
Die Zeit, 15.02.2010, Nr. 07
Bereits ist es zu kalt geworden, mit den sonst so geliebten Shorts auf dem Boden zu werken.
Hasler, Ulrich E.: Eubiotik, Heidelberg: Haug 1967, S. 134
Wo haben nicht alles deutsche Menschen geschaffen, gewerkt, gebaut, gerichtet.
o. A.: Staatsakt zum Jahrestag der Gründung des Generalgouvernements, 26.10.1940
Flüchtlingskinder und deutsche Kinder können miteinander werken und malen, 10 bis 15 J.;
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2003
Er beugte sich nieder, hob den Pinsel auf, der ihm entfallen war, und begann von neuem zu werken und zu sprechen.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 335
Zitationshilfe
„werken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/werken>, abgerufen am 21.02.2019.

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