wettmachen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung wett-ma-chen
Wortzerlegung Wette machen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. Nachteiliges durch etw. anderes ausgleichen, Fehlendes durch etw. anderes ersetzen
Beispiele:
er schwor sich, diese Demütigung, Schmach, Beleidigung, Niederlage wettzumachen
umgangssprachlicheine Schlappe wettmachen
einen Mangel, Nachteil, Fehler, Verlust, das Versäumte wettmachen
den Arbeitsausfall (wieder, einigermaßen) wettmachen
das macht alles, allen Schaden (wieder) wett
etw. durch etw. wettmachen
Beispiel:
er macht fehlende Begabung durch großen Fleiß wett
2.
sich für etw. erkenntlich zeigen
Beispiel:
er wollte diese Hilfeleistung, Unterstützung wieder wettmachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wett · wettmachen
wett Adj. (nur prädikativ) ‘abbezahlt, erledigt, ausgeglichen, quitt’, mhd. wette ‘abbezahlt, beendet’, spätmhd. ‘quitt’ entwickelt sich (seit etwa 1300) aus dem unter Wette (s. d.) behandelten Substantiv (mhd. wette im Sinne von ‘Bezahlung einer Schuld, Vergütung eines Schadens’). Grundlage sind formelhafte prädikative Verbindungen wie mhd. wette werden, sīn ‘ein Ende finden, aufhören, aufgehoben, ungültig’, dann auch ‘frei von Schuld’, daher ‘ausgeglichen, quitt sein oder werden’. Die Form ohne Endungs-e (vgl. bereits mhd. wet um 1300) setzt sich im 17. Jh. durch. wettmachen Vb. ‘eine Schuld begleichen, einen Frevel sühnen, ausgleichen’ (15. Jh.), ‘etw. Negatives durch etw. Positives aufwiegen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aus dem Weg räumen · ausgleichen · ins Reine bringen · wettmachen · wiedergutmachen  ●  ausbügeln  ugs. · die Scharte auswetzen  ugs. · verlorenen Boden wettmachen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›wettmachen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wettmachen‹.

Verwendungsbeispiele für ›wettmachen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was die Politik nicht leistete, konnten die schönen Künste nicht wettmachen. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 73]
Hübsche Farben machen einen hastig zusammengestellten Inhalt eben nicht wett. [C't, 2000, Nr. 26]
Das versucht der 9636 T durch sein enormes Tempo wettzumachen. [C't, 1998, Nr. 22]
Was wir spielerisch nicht draufhatten, haben wir eben mit Kampf gut wettgemacht. [Die Zeit, 24.02.2000, Nr. 9]
Und wer die Kraft nicht hat, muss das durch Tempo wettmachen. [Die Zeit, 22.03.2013, Nr. 12]
Zitationshilfe
„wettmachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wettmachen>.

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