widerrechtlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwi-der-recht-lich
Wortzerlegungwider-rechtlich
Wortbildung mit ›widerrechtlich‹ als Erstglied: ↗Widerrechtlichkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

gegen das Recht, Gesetz verstoßend
Beispiele:
eine widerrechtliche Verfolgung, Aneignung
etw. ist jmdm. widerrechtlich weggenommen worden
sich [Dativ] widerrechtlich etw. verschaffen
daß wir übel geplündert werden von Ihrem uns widerrechtlich aufgezwungenen König [MoloEin Deutscher64]

Thesaurus

Synonymgruppe
gegen das Gesetz · ↗gesetzeswidrig · ↗gesetzwidrig · ↗illegal · ↗kriminell · nicht erlaubt · ↗rechtswidrig · ↗unautorisiert · ↗unberechtigt · ↗unerlaubt · ↗ungenehmigt · ↗ungesetzlich · ↗unrechtmäßig · untersagt · ↗unzulässig · ↗verboten · widerrechtlich  ●  ↗krumm  ugs. · ↗schwarz  ugs.
Assoziationen
  • darauf steht (Gefängnis) · ↗strafbar · ↗strafbewehrt · strafrechtlich relevant · unter Strafe stehen  ●  darauf steht die ...strafe  ugs.
  • gegen die Vorschrift · ↗vorschriftswidrig
  • (strikt) untersagt · nicht erlaubt · nicht zugelassen · ↗tabu · ↗verboten · ↗verpönt
  • ausgestoßen · geächtet · ↗unwillkommen · verachtet · verfemt · ↗verstoßen · ↗vogelfrei
  • (sich) hinwegsetzen (über) · ↗missachten · ↗zuwiderhandeln  ●  (etwas) Verbotenes tun  Hauptform · (ein) böses Kind sein  ugs., Kindersprache, variabel · (eine Regel) mit den Füßen treten  ugs. · böse sein  ugs., Kindersprache · vom süßen Gift (des / der ...) naschen  geh., ironisierend, literarisch
  • illegale Einwanderung · illegale Migration · irreguläre Migration
  • (es gibt) keine rechtliche Grundlage (für) · vom Gesetz nicht gedeckt (sein)
  • Doping

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aneignung Ausübung Benutzung Besetzung Drohung Eindringen Einmischung Enteignung Handlung Handlunge Inbesitznahme Inhaftierung Machtergreifung Parken Preisabsprache Tötung abgestellt aneignen angeeignet angelegt beschlagnahmt besetzt enteignet erlangt errichtet erworben genommen parken unmoralisch vorsätzlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›widerrechtlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch zum ersten Mal gibt sie zu, damit widerrechtlich zu handeln.
Bild, 21.12.2004
Widerrechtlich sei jedoch, dass niemand vorsorgte, damit die Besitzer ihr Geld jederzeit abrufen konnten.
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2001
Das in ihrem Besitz befindliche Vermögen sei widerrechtlich erworben worden.
o. A.: Dreißigster Tag. Mittwoch, 9. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8071
Denselben gedachte er sich widerrechtlich anzueignen und den Erlös für sich zu verbrauchen.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 333
So wird dieses allumfassende Netz der deutschen Kontrolle und der deutschen widerrechtlichen Besitzergreifungen immer weiter gespannt.
o. A.: Fünfzigster Tag. Montag, 4. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 6894
Zitationshilfe
„widerrechtlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/widerrechtlich>, abgerufen am 13.10.2019.

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