wimmeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwim-meln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›wimmeln‹ als Erstglied: ↗Wimmelbild · ↗Wimmelbuch · ↗Wimmelei
 ·  mit ›wimmeln‹ als Letztglied: ↗abwimmeln
eWDG, 1977

Bedeutung

von einer Vielzahl sich bewegender Lebewesen, Dinge   sich lebhaft nebeneinander und durcheinander bewegen
Beispiele:
die Heringe wimmelten in den Maschen der Netze
eine Büchse, in der Regenwürmer wimmeln
die wimmelnde Menge der Boote auf dem Wasser
wimmelnde Insekten
etw. wimmelt von Menschenetw. ist voll von sich lebhaft bewegenden Menschen
Beispiele:
der Platz wimmelte von Kindern
die Bahnhofshalle wimmelt von Reisenden
im Kaufhaus hat es von Menschen gewimmelt
bildlich
Beispiel:
in dem Aufsatz hat es von Fehlern gewimmelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wimmeln Vb. ‘sich lebhaft durcheinanderbewegen’, mhd. (vereinzelt) wimelen (vgl. auch nl. wemelen) steht mit iterativem l-Suffix zu ahd. wium(m)en (9. Jh.), wimmen (10. Jh.) ‘hervorsprudeln, -quellen (von Flüssigkeiten), voll sein, sich lebhaft bewegen’, mhd. (md.) wimmen ‘sich durcheinander hin und her bewegen’, das mit ahd. wimidōn (10. Jh.), wiumidōn, wimezzen, wamezzen (11. Jh.) ‘hervorsprudeln, voll sein, wimmeln’ eine Gruppe ursprünglich wohl onomatopoetischer Verben bildet, die auf bewegungsintensive Vorgänge übertragen werden, z. B. auf das Durcheinander von Würmern (ahd.), von Ameisen, Flöhen, Läusen (16. Jh.), von Menschenmengen (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) tummeln · ↗herumwuseln · wimmeln  ●  ↗wuseln  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise Anglizismus Anspielung Charakteren Druckfehler Fliege Fremdwort Getier Hinterhand Insekt Kakerlak Krokodil Laus Mittelhand Ratte Spion Spitzel Ungenauigkeit Ungeziefer Uniformierte Vokabel Vorhand abwimmeln durcheinander es geradezu herumwimmeln so wuseln überall

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wimmeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es müsste da draußen wirklich nur so wimmeln vor intelligentem Leben.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2004
Vermutlich würde es in spätestens zehn Minuten hier oben von Männern nur so wimmeln.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 347
Es gab wohl zahlreiche Übersetzungen deutscher Bücher, sie wimmelten aber von den unvorstellbarsten Fehlern.
Die Zeit, 19.03.1953, Nr. 12
Es wimmelt nur so von "amerikanischen" Anzeigen in den deutschen Blättern.
Behrmann, Hermann: Das Inserat, Wien: Barth 1928, S. 322
Tief unter ihm lebt und wimmelt nur die Schar unscheinbarer und mottenhafter Tiere.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 76
Zitationshilfe
„wimmeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wimmeln>, abgerufen am 18.03.2019.

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