wirken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwir-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›wirken‹ als Erstglied: ↗Wirkkraft · ↗Wirkmechanismus · ↗Wirkprinzip · ↗Wirkstoff · ↗Wirkung · ↗wirksam
 ·  mit ›wirken‹ als Letztglied: ↗auswirken1 · ↗dagegenwirken · ↗einwirken1 · ↗entgegenwirken · ↗fortwirken · ↗hineinwirken · ↗hinwirken · ↗mitwirken · ↗nachwirken · ↗rückwirken · ↗wechselwirken · ↗weiterwirken · ↗zurückwirken · ↗zusammenwirken
 ·  mit ›wirken‹ als Grundform: ↗bewirken · ↗erwirken · ↗verwirken
 ·  formal verwandt mit: ↗sicherwirkend
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
in einem bestimmten (beruflichen) Bereich tätig sein, arbeiten
Beispiele:
er hat lange Zeit als Arzt, Lehrer, Schauspieler in dieser Stadt gewirkt
wir besuchten das Haus, in dem der berühmte Gelehrte gelebt und gewirkt hatte
er hat mit Wort und Tat für den Erfolg dieses Planes gewirkt
durch sein schriftstellerisches Wirken war er weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus berühmt geworden
2.
etw. erreichen, hervorbringen, vollbringen
Beispiele:
etw. Gutes für sein Vaterland, die Menschheit wirken
die Aussprache mit ihm hat Wunder gewirkt (= großen Erfolg gehabt)
die Arznei schien Wunder zu wirken (= schien rasch und sicher zu helfen)
was für Wunder sie [die Ärzte] wirken können, Herzen können sie vernähen [St. ZweigUngeduld107]
oft im Leben entscheidet nicht, was einer gewirkt und geleistet hat, sondern wie gut oder wie emsig er seine Leistung darzustellen weiß [St. ZweigBalzac340]
3.
etw. wirktetw. übt aufgrund seiner Beschaffenheit eine Wirkung aus
Beispiele:
die Naturgesetze wirken unabhängig vom Tun oder Wollen der Menschen
wo die Sonne ungehindert hatte wirken können, war schon aller Schnee geschmolzen
der Sturm hatte verheerend gewirkt
die Arznei wirkt (gut, schnell)
dieses Mittel wirkt gut gegen Kreislaufstörungen
dieses Präparat wirkt über einen langen, genau bestimmbaren Zeitraum
die Spritze scheint schon zu wirken
Kaffee, Tee wirkt anregend, belebend
Alkohol wirkt berauschend
ein stark wirkendes Gift, Medikament
man hatte ihm eine strenge Strafe angedroht, wenn er sich nicht besserte, und das hatte schließlich gewirkt (= hatte Erfolg)
das Theaterstück hat sehr stark auf mich gewirkt (= hat mich sehr stark beeindruckt)
er ließ die Musik, das Gedicht immer wieder auf sich wirken
die Enthüllungen wirkten niederschmetternd auf uns
seine neue Lehrmethode, Arbeitsweise wirkte beispielgebend, revolutionierend
umgangssprachlich er wirkt wie das rote Tuch auf mich
4.
jmd., etw. wirktvon jmdm., etw. geht eine bestimmte Wirkung aus
a)
jmd., etw. ruft einen bestimmten Eindruck hervor, erscheint in bestimmter Weise
Beispiele:
der Vortragende wirkte nervös und zerfahren, unbeholfen, gehemmt
sein aufdringliches Verhalten, seine Hässlichkeit wirkte abstoßend
sein Spiel wirkte nicht überzeugend
der Vortrag wirkte ermüdend
trotz seines jugendlichen Alters wirkte er schon sehr vernünftig
jmd. wirkt erschöpft, natürlich, müde, stattlich
die Ortschaft mit ihren leeren Straßen wirkte ausgestorben
er wollte um alles in der Welt männlich wirken
beim Schein der Lampe wirkte sein Gesicht blass und schlaff
neben seinem besonders großen Bruder wirkte er wie ein Zwerg
er wirkte so matt, als habe er gerade erst eine schwere Krankheit überstanden
ein sympathisch wirkender Mensch
b)
etw., jmd. kommt (bei jmdm.) vorteilhaft, mit Erfolg zur Geltung, findet Anklang
Beispiele:
dem Regisseur war es vor allem entscheidend, dass das neue Stück auf der Bühne wirkte
die Einstudierung muss modern sein, wenn sie wirken soll
bei Ihnen wirkt er vielleicht noch, wir hören schon gar nicht mehr hin, wenn er spricht
er wirkte vor allem durch die Art seines Auftretens, weniger durch Argumente
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wirken · wirklich · Wirklichkeit · wirksam · verwirklichen · bewirken · verwirken
wirken Vb. ‘arbeiten, tätig sein, Einfluß ausüben, Eindruck machen’. Ahd. wurken (um 800; vgl. firwurken, 8. Jh.), mhd. würken, wurken, asächs. workian, mnd. wurken, aengl. wyrcan, engl. to work, anord. yrkja, schwed. yrka, got. waúrkjan (germ. *wurkijan) ist zur Schwundstufe der unter ↗Werk (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯erg̑, *u̯reg̑- ‘wirken, tun’ gebildet. Es hat neben sich eine wohl unter dem Einfluß von dem unter ↗Werk (s. d.) behandelten Substantiv stehende hochstufige Form ahd. (8. Jh.), mhd. wirken ‘tätig sein, handeln, arbeiten, er-, bewirken, verfertigen, schaffen’, asächs. wirkian, mnd. wirken, werken, mnl. nl. werken (germ. *wirkijan). Im Dt. ist der Geltungsbereich beider Verben insofern zu bestimmen, als ahd. wurken, mhd. würken vornehmlich im Obd., ahd. mhd. wirken vornehmlich im Frk. bzw. Md. gelten. Im Nhd. wird dagegen würken als die scheinbar gewähltere Form auch von einigen mitteldeutschen und norddeutschen Schriftstellern aufgenommen. Allgemein jedoch beginnt sich wirken durchzusetzen und gilt gegen Ende des 18. Jhs. auch in obd. Literatursprache. Die Grundbedeutung beider Verbformen ist ‘arbeiten, verfertigen’, dann ‘etw. ausführen, verrichten, einflußreich tätig sein, etw. vollbringen’ und ‘Einfluß ausüben, Eindruck machen’. Die spezielle Bedeutung ‘nähend, stickend, webend verfertigen’ entwickelt sich in spätmhd. Zeit. wirklich Adj. ‘tatsächlich, real’ (16. Jh.), mhd. würk(en)lich, spätmhd. wirklich ‘tätig, wirksam, wirkend’, abgeleitet vom Verb; Wirklichkeit f. ‘tatsächliche Existenz, Realität’, spätmhd. wirke-, würkelīcheit ‘Tätigkeit, Wirksamkeit, Aktivität’. wirksam Adj. ‘handelnd, tätig, schöpferisch, aktiv’ (17. Jh.), ‘einen Einfluß, eine Wirkung ausübend’ (16. Jh.). verwirklichen Vb. ‘wirklich werden lassen, in die Tat umsetzen’ (2. Hälfte 18. Jh.). bewirken Vb. ‘verursachen, hervorrufen, erreichen’ (16. Jh.), mhd. bewirken, bewürken ‘umfassen mit, einschließen in, umhegen, einwirken’. verwirken Vb. ‘durch eigene Schuld des Rechtes auf etw. verlustig gehen, einen Anspruch verlieren’, ahd. firwurken (8. Jh.), -wirken (um 800) ‘sündigen, sich einer Sache verlustig machen, verschulden’, mhd. verwirken, -würken.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) betätigen (als) · tätig sein · ↗werken · wirken  ●  ↗arbeiten  Hauptform · ↗schaffen  ugs., schwäbisch
Unterbegriffe
  • (sich) (mächtig) ins Geschirr legen · (sich) (mächtig) ins Zeug legen · arbeiten wie ein Pferd · bis zur Erschöpfung arbeiten · ↗rackern · schwer arbeiten · viel arbeiten · ↗werken  ●  (sich) in die Sielen legen  veraltet · hart arbeiten  Hauptform · (schwer) am Wirken sein  ugs., regional · ↗(sich) abfretten  ugs., süddt. · ↗(sich) fretten  ugs. · ↗ackern  ugs. · ackern wie 'ne Hafendirne  ugs. · ackern wie ein Hafenkuli  ugs. · ↗hackeln  ugs., österr. · ↗keulen  ugs., ruhrdt., regional · ↗malochen  ugs. · nicht kleckern, sondern klotzen  ugs. · plockern  ugs., regional · rabotten (regional, teilw. veraltet)  ugs. · ↗ranklotzen  ugs. · ↗reinhauen  ugs. · reinklotzen  ugs. · ↗roboten  ugs. · ↗rödeln  ugs. · schaffe, schaffe, Häusle baue  ugs., schwäbisch, Spruch · ↗schuften  ugs. · schwer zugange sein  ugs., ruhrdt. · ↗werkeln  ugs. · wullachen  ugs., ruhrdt. · wullacken  ugs., ruhrdt.
  • (eine) Arbeit annehmen · (einen) Arbeitsvertrag abschließen · (einen) Arbeitsvertrag unterschreiben  ●  ↗(sich) verdingen  veraltet · ↗anheuern (bei)  fachspr., auch figurativ, seemännisch
Assoziationen
Synonymgruppe
einwirken · ↗handhaben · ↗operieren · wirken
Synonymgruppe
agieren · ↗handeln · ↗machen · ↗tun · ↗walten · wirken
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
dienen · ↗eignen · ↗fungieren · ↗herhalten · wirken  ●  ↗taugen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(seine) Wirkung entfalten · ↗(sich) auswirken · einen Effekt haben · ↗fruchten · ↗funktionieren · wirken  ●  ↗greifen (Maßnahmen)  fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
amtieren (als) · ↗arbeiten (als) · ↗ausüben (Funktion) · ↗bekleiden (Amt) · ↗innehaben (Position, Funktion) · tätig sein (als) · ↗versehen (Dienst) · wirken (als)
Assoziationen
Synonymgruppe
flechten · ↗knüpfen · ↗spinnen · ↗weben · wirken
Assoziationen
  • Riet · Webblatt · Weberblatt · Webkamm
Synonymgruppe
(...) wirken · (wahre) Wunder wirken · eine (...) Wirkung haben · gut (sein) bei · gut (sein) gegen · helfen bei · helfen gegen
Assoziationen
Synonymgruppe
(irgendwie) daherkommen · ↗(sich) ausnehmen · ↗anmuten · ↗aussehen · ↗erscheinen · wirken  ●  ↗ausschauen  ugs., süddt. · ↗rüberkommen  ugs.
Synonymgruppe
(auf jemanden irgendwie) wirken · ↗(irgendwie) ankommen (bei jemandem) · (irgendwie) aufgenommen werden · ↗(irgendwie) rüberkommen
Assoziationen
  • (es gibt) (viel) Beifall für · (gut) angenommen werden · ↗(jemandem) angenehm (sein) · ↗(jemandem) behagen · ↗(jemandem) gefallen · ↗(jemandem) passen · (jemandem) sympathisch sein · Anklang finden (bei) · Gefallen finden (an) · Zuspruch erfahren · Zuspruch finden · akzeptiert werden · auf Gegenliebe stoßen · auf Sympathie stoßen · auf Zustimmung treffen · begrüßt werden · freundlich aufgenommen werden · nach jemandes Geschmack sein · positiv aufgenommen werden · ↗zusagen  ●  auf fruchtbaren Boden fallen (Vorschlag, Idee)  fig. · ↗(jemandem) konvenieren  geh. · gut ankommen (bei)  ugs.
  • (sich) als Flop herausstellen · ↗durchfallen (bei) · ein Flop sein · ↗floppen · nicht akzeptiert werden · nicht ankommen (bei)
  • (jemandem) gefällt etwas nicht (an) · (jemandem) nicht gefallen · (jemandem) nicht passen · (jemandem) nicht recht sein · ↗(jemandem) widerstreben · ↗(jemanden) stören · gegen den Strich gehen · ↗missfallen  ●  (jemandem) nicht schmecken  ugs., fig. · (jemandem) quer durch den Hals gehen  ugs., selten, fig. · etwas haben gegen  ugs. · nichts übrig haben für  ugs. · sauer aufstoßen  ugs.
  • stoßen auf · treffen auf  ●  ↗erfahren  geh. · ↗zuteil werden  geh.
Synonymgruppe
(jemandem) vorkommen (als ob) · (sich) anfühlen wie · ↗(sich) darstellen (als) · ↗(sich) präsentieren (als) · Eindruck machen (als ob) · ↗anmuten · ↗erscheinen · ↗scheinen · wirken  ●  ↗dünken  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blick Wunder auch auswirken da dagegen doch eher einwirken entgegenwirken er es fast fortwirken frisch heute hier hilflos komisch lächerlich manchmal mitwirken müde nachwirken seltsam sie so stark zusammenwirken überzeugend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wirken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das wirkt so edel, dass daran auch die Götter interessiert sein dürften.
Die Zeit, 21.10.2013, Nr. 42
Sie läßt sich überdies sehr leicht herstellen, und sie wirkt sofort.
Der Spiegel, 16.06.1986
Für den Hörer wirkt sein Stil in erster Linie konstruktiv.
Rubsamen, Walter: La Rue. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 37578
Jedoch hat er stark auf die Musiker seiner Umgebung gewirkt.
Rihtman, Cvjetko u. a.: Jugoslawien. In: Blume, Friedrich (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 45585
Aber diese Schärfe der Züge braucht durchaus nicht immer unschön zu wirken.
Venzmer, Gerhard: Körpergestalt und Seelenanlage, Stuttgart: Franckh 1930, S. 15
Zitationshilfe
„wirken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wirken#1>, abgerufen am 21.10.2018.

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wirken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwir-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›wirken‹ als Erstglied: ↗Wirkerei · ↗Wirkware  ·  mit ›wirken‹ als Letztglied: ↗auswirken2 · ↗durchwirken · ↗einwirken2
 ·  mit ›wirken‹ als Grundform: ↗Gewirk · ↗Gewirke
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
Wirkwaren herstellen
Beispiele:
Pullover, Strickkleider, Strümpfe, Unterwäsche wirken
das Gewebe glänzte, als sei es aus Goldfäden gewirkt
gewirkte Handschuhe, Teppiche
2.
Kochkunst
Beispiel:
den Teig wirken (= den Teig durchkneten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wirken · wirklich · Wirklichkeit · wirksam · verwirklichen · bewirken · verwirken
wirken Vb. ‘arbeiten, tätig sein, Einfluß ausüben, Eindruck machen’. Ahd. wurken (um 800; vgl. firwurken, 8. Jh.), mhd. würken, wurken, asächs. workian, mnd. wurken, aengl. wyrcan, engl. to work, anord. yrkja, schwed. yrka, got. waúrkjan (germ. *wurkijan) ist zur Schwundstufe der unter ↗Werk (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯erg̑, *u̯reg̑- ‘wirken, tun’ gebildet. Es hat neben sich eine wohl unter dem Einfluß von dem unter ↗Werk (s. d.) behandelten Substantiv stehende hochstufige Form ahd. (8. Jh.), mhd. wirken ‘tätig sein, handeln, arbeiten, er-, bewirken, verfertigen, schaffen’, asächs. wirkian, mnd. wirken, werken, mnl. nl. werken (germ. *wirkijan). Im Dt. ist der Geltungsbereich beider Verben insofern zu bestimmen, als ahd. wurken, mhd. würken vornehmlich im Obd., ahd. mhd. wirken vornehmlich im Frk. bzw. Md. gelten. Im Nhd. wird dagegen würken als die scheinbar gewähltere Form auch von einigen mitteldeutschen und norddeutschen Schriftstellern aufgenommen. Allgemein jedoch beginnt sich wirken durchzusetzen und gilt gegen Ende des 18. Jhs. auch in obd. Literatursprache. Die Grundbedeutung beider Verbformen ist ‘arbeiten, verfertigen’, dann ‘etw. ausführen, verrichten, einflußreich tätig sein, etw. vollbringen’ und ‘Einfluß ausüben, Eindruck machen’. Die spezielle Bedeutung ‘nähend, stickend, webend verfertigen’ entwickelt sich in spätmhd. Zeit. wirklich Adj. ‘tatsächlich, real’ (16. Jh.), mhd. würk(en)lich, spätmhd. wirklich ‘tätig, wirksam, wirkend’, abgeleitet vom Verb; Wirklichkeit f. ‘tatsächliche Existenz, Realität’, spätmhd. wirke-, würkelīcheit ‘Tätigkeit, Wirksamkeit, Aktivität’. wirksam Adj. ‘handelnd, tätig, schöpferisch, aktiv’ (17. Jh.), ‘einen Einfluß, eine Wirkung ausübend’ (16. Jh.). verwirklichen Vb. ‘wirklich werden lassen, in die Tat umsetzen’ (2. Hälfte 18. Jh.). bewirken Vb. ‘verursachen, hervorrufen, erreichen’ (16. Jh.), mhd. bewirken, bewürken ‘umfassen mit, einschließen in, umhegen, einwirken’. verwirken Vb. ‘durch eigene Schuld des Rechtes auf etw. verlustig gehen, einen Anspruch verlieren’, ahd. firwurken (8. Jh.), -wirken (um 800) ‘sündigen, sich einer Sache verlustig machen, verschulden’, mhd. verwirken, -würken.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) betätigen (als) · tätig sein · ↗werken · wirken  ●  ↗arbeiten  Hauptform · ↗schaffen  ugs., schwäbisch
Unterbegriffe
  • (sich) (mächtig) ins Geschirr legen · (sich) (mächtig) ins Zeug legen · arbeiten wie ein Pferd · bis zur Erschöpfung arbeiten · ↗rackern · schwer arbeiten · viel arbeiten · ↗werken  ●  (sich) in die Sielen legen  veraltet · hart arbeiten  Hauptform · (schwer) am Wirken sein  ugs., regional · ↗(sich) abfretten  ugs., süddt. · ↗(sich) fretten  ugs. · ↗ackern  ugs. · ackern wie 'ne Hafendirne  ugs. · ackern wie ein Hafenkuli  ugs. · ↗hackeln  ugs., österr. · ↗keulen  ugs., ruhrdt., regional · ↗malochen  ugs. · nicht kleckern, sondern klotzen  ugs. · plockern  ugs., regional · rabotten (regional, teilw. veraltet)  ugs. · ↗ranklotzen  ugs. · ↗reinhauen  ugs. · reinklotzen  ugs. · ↗roboten  ugs. · ↗rödeln  ugs. · schaffe, schaffe, Häusle baue  ugs., schwäbisch, Spruch · ↗schuften  ugs. · schwer zugange sein  ugs., ruhrdt. · ↗werkeln  ugs. · wullachen  ugs., ruhrdt. · wullacken  ugs., ruhrdt.
  • (eine) Arbeit annehmen · (einen) Arbeitsvertrag abschließen · (einen) Arbeitsvertrag unterschreiben  ●  ↗(sich) verdingen  veraltet · ↗anheuern (bei)  fachspr., auch figurativ, seemännisch
Assoziationen
Synonymgruppe
einwirken · ↗handhaben · ↗operieren · wirken
Synonymgruppe
agieren · ↗handeln · ↗machen · ↗tun · ↗walten · wirken
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
dienen · ↗eignen · ↗fungieren · ↗herhalten · wirken  ●  ↗taugen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(seine) Wirkung entfalten · ↗(sich) auswirken · einen Effekt haben · ↗fruchten · ↗funktionieren · wirken  ●  ↗greifen (Maßnahmen)  fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
amtieren (als) · ↗arbeiten (als) · ↗ausüben (Funktion) · ↗bekleiden (Amt) · ↗innehaben (Position, Funktion) · tätig sein (als) · ↗versehen (Dienst) · wirken (als)
Assoziationen
Synonymgruppe
flechten · ↗knüpfen · ↗spinnen · ↗weben · wirken
Assoziationen
  • Riet · Webblatt · Weberblatt · Webkamm
Synonymgruppe
(...) wirken · (wahre) Wunder wirken · eine (...) Wirkung haben · gut (sein) bei · gut (sein) gegen · helfen bei · helfen gegen
Assoziationen
Synonymgruppe
(irgendwie) daherkommen · ↗(sich) ausnehmen · ↗anmuten · ↗aussehen · ↗erscheinen · wirken  ●  ↗ausschauen  ugs., süddt. · ↗rüberkommen  ugs.
Synonymgruppe
(auf jemanden irgendwie) wirken · ↗(irgendwie) ankommen (bei jemandem) · (irgendwie) aufgenommen werden · ↗(irgendwie) rüberkommen
Assoziationen
  • (es gibt) (viel) Beifall für · (gut) angenommen werden · ↗(jemandem) angenehm (sein) · ↗(jemandem) behagen · ↗(jemandem) gefallen · ↗(jemandem) passen · (jemandem) sympathisch sein · Anklang finden (bei) · Gefallen finden (an) · Zuspruch erfahren · Zuspruch finden · akzeptiert werden · auf Gegenliebe stoßen · auf Sympathie stoßen · auf Zustimmung treffen · begrüßt werden · freundlich aufgenommen werden · nach jemandes Geschmack sein · positiv aufgenommen werden · ↗zusagen  ●  auf fruchtbaren Boden fallen (Vorschlag, Idee)  fig. · ↗(jemandem) konvenieren  geh. · gut ankommen (bei)  ugs.
  • (sich) als Flop herausstellen · ↗durchfallen (bei) · ein Flop sein · ↗floppen · nicht akzeptiert werden · nicht ankommen (bei)
  • (jemandem) gefällt etwas nicht (an) · (jemandem) nicht gefallen · (jemandem) nicht passen · (jemandem) nicht recht sein · ↗(jemandem) widerstreben · ↗(jemanden) stören · gegen den Strich gehen · ↗missfallen  ●  (jemandem) nicht schmecken  ugs., fig. · (jemandem) quer durch den Hals gehen  ugs., selten, fig. · etwas haben gegen  ugs. · nichts übrig haben für  ugs. · sauer aufstoßen  ugs.
  • stoßen auf · treffen auf  ●  ↗erfahren  geh. · ↗zuteil werden  geh.
Synonymgruppe
(jemandem) vorkommen (als ob) · (sich) anfühlen wie · ↗(sich) darstellen (als) · ↗(sich) präsentieren (als) · Eindruck machen (als ob) · ↗anmuten · ↗erscheinen · ↗scheinen · wirken  ●  ↗dünken  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blick Wunder auch auswirken da dagegen doch eher einwirken entgegenwirken er es fast fortwirken frisch heute hier hilflos komisch lächerlich manchmal mitwirken müde nachwirken seltsam sie so stark zusammenwirken überzeugend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wirken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das wirkt so edel, dass daran auch die Götter interessiert sein dürften.
Die Zeit, 21.10.2013, Nr. 42
Sie läßt sich überdies sehr leicht herstellen, und sie wirkt sofort.
Der Spiegel, 16.06.1986
Für den Hörer wirkt sein Stil in erster Linie konstruktiv.
Rubsamen, Walter: La Rue. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 37578
Jedoch hat er stark auf die Musiker seiner Umgebung gewirkt.
Rihtman, Cvjetko u. a.: Jugoslawien. In: Blume, Friedrich (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 45585
Aber diese Schärfe der Züge braucht durchaus nicht immer unschön zu wirken.
Venzmer, Gerhard: Körpergestalt und Seelenanlage, Stuttgart: Franckh 1930, S. 15
Zitationshilfe
„wirken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wirken#2>, abgerufen am 21.10.2018.

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