wispern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwis-pern (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

leise, ohne Stimme sprechen, flüstern
Beispiele:
sie steckten ihre Köpfe zusammen und wisperten leise
wir konnten nicht verstehen, was er wisperte
überall standen Leute herum, hinter allen Türen wisperte und flüsterte man
jmdm. etw. ins Ohr wispern
bildlich
Beispiel:
gehoben In den Sträuchern wispert der Wind [StrittmatterOchsenkutscher75]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wispern Vb. ‘flüstern’ von der menschlichen Stimme und leise pfeifenden Naturlauten (17. Jh.), Nebenform von ↗wispeln (s. d.), gebildet mit iterativem r-Suffix wie gleichbed. aengl. hwisprian, engl. to whisper, alle s-haltige Weiterbildungen der lautmalenden Grundform germ. *hwī̌- (s. ↗wiehern).

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Stimme dämpfen · (jemandem etwas) ins Ohr sagen · ↗(jemandem etwas) zuflüstern · ↗hauchen · hinter vorgehaltener Hand (zuflüstern o.ä.) · leise sprechen · mit tonloser Stimme (sagen o.ä.) · ↗munkeln · ↗raunen · ↗säuseln · ↗tonlos (sprechen o.ä.) · ↗tuscheln · wispern · ↗zischeln  ●  ↗flüstern  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Flur Latrine Lautsprecher Mikrofon Ohr Stimme Wind aufgeregt brummen dröhnen flüstern geheimnisvoll hauchen jammern kichern kreischen lachen leise murmeln raunen schreien singen säuseln tuscheln umwispern zischeln zischen zu zurück zuwispern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wispern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die jungen Mädchen wisperten daheim von einem späten Ausgang ihrer Mutter "nach dem Haus vorm Tor".
Mann, Heinrich: Professor Unrat, Berlin: Aufbau-Verl. 1958 [1905], S. 193
Da hatten sie doch schon fünf Jahre lang über ihn gewispert und gelästert, hatten mit den Journalisten über ihn gelacht.
Die Zeit, 07.06.2010, Nr. 23
Es kann da nur noch mit sich selbst sprechen, flüstern, wispern.
Süddeutsche Zeitung, 28.01.1997
Lass sie klingen, lass sie trommeln, lass sie wispern und rascheln und rollen.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 449
Unsere Kinder reden also nicht nur zu laut oder zu leise, sondern sie schreien, schnattern, kreischen oder tuscheln, murmeln, wispern, nuscheln oder brummen.
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 40
Zitationshilfe
„wispern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wispern>, abgerufen am 26.03.2019.

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