wissenschaftsgläubig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungwis-sen-schafts-gläu-big
WortzerlegungWissenschaft-gläubig
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

(allzu) großes Vertrauen in die Wissenschaft setzend

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wissenschaftsgläubig ist er gewesen, dies freilich in einem positiven Sinne.
Die Zeit, 10.11.1989, Nr. 46
Die Ehe mit Emma Rauschenbach liegt im Argen, wissenschaftsgläubige Kollegen greifen seinen empathischen Umgang mit den Patienten an.
Die Welt, 03.06.2000
Ohne daß er selbst den A. vertritt, erscheint er ihm doch vertretbar in der skeptischen Negation des Gottesglaubens, nicht schon in der Position wissenschaftsgläubiger Gegendogmatik.
Kößler, H.: Atheismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 27979
In diesem Zusammenhang nannte er die "wissenschaftsgläubigen Diskussionen" über Möglichkeiten manipulierender Eingriffe in die menschliche Erbstruktur.
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2003
Das wäre doch wohl der alte Intellektualismus, die alte Intelligenzherrschaft, nur auf neuer Ebene, und entspräche den früheren wissenschaftsgläubigen Forderungen nach Rassenhygiene und biologischer Bevölkerungspolitik.
Plessner, Helmuth: Die verspätete Nation, Stuttgart: Kohlhammer 1962 [1935], S. 124
Zitationshilfe
„wissenschaftsgläubig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wissenschaftsgläubig>, abgerufen am 17.08.2019.

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