wohlmeinend

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwohl-mei-nend
formal verwandt mitmeinen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
es gut mit jmdm. meinend, wohlwollend, gutgesinnt
Beispiele:
ein wohlmeinender/wohl meinender Freund, Ratgeber
auch die wohlmeinendsten/wohl meinendsten Freunde zogen sich von ihm zurück
die Wohlmeinenden unter seinen Kollegen versuchten, ihn davon abzubringen
wohlmeinend/wohl meinend von jmdm. sprechen
2.
gutgemeint, in bester Absicht
Beispiele:
ein wohlmeinender/wohl meinender Wink, Rat
eine wohlmeinende/wohl meinende Frage

Thesaurus

Synonymgruppe
gutgesinnt · ↗gütig · ↗verständnisvoll · ↗wohlgesinnt · ↗wohlwollend  ●  wohlsinnig  schweiz. · affektioniert  geh., franz., lat. · ↗geneigt  geh. · ↗gewogen  geh. · ↗hold  geh., veraltend · wohlgesonnen  ugs. · wohlmeinend  geh. · ↗zugetan  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
freundlich bemüht · im besten Glauben (etwas Gutes zu tun) · voll der besten Absichten · wohlmeinend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absicht Absichtserklärung Appell Begleiter Beobachter Betrachter Diktator Erzieher Freund Gönner Idealist Interpret Kommentator Kritiker Mitmensch Parteifreund Pädagoge Pädagogik Rat Ratgeber Ratschlag Sozialarbeiter Weiße Zeitgenosse ahnungslos böswillig gewiß informiert naiv wohlmeinend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wohlmeinend‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und zweitens wollte er sich gar nicht allzu genau erinnern, schließlich hatte er seiner Mutter eine »wohlmeinende« Rede versprochen.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 64
Die Quote war mies, die schlechtesten Kritiken waren noch wohlmeinend.
Süddeutsche Zeitung, 15.04.1999
Was liegt da für den Arzt näher, als wohlmeinende nützliche Angebote der Industrie anzunehmen?
Die Zeit, 03.06.1994, Nr. 23
Selbst eine wohlmeinende Äußerung über einen am Kommen verhinderten Gast ruft oft ein kritisches Wort über ihn hervor.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 55
Sie stützen sich auf reiche Erfahrungen des Lebens und sollen in wohlmeinender Absicht nur unglückliche Ehen verhüten.
Bundesverband d.dt. Standesbeamten e.V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 8
Zitationshilfe
„wohlmeinend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wohlmeinend>, abgerufen am 19.10.2019.

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