wonnig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwon-nig
Wortbildung mit ›wonnig‹ als Erstglied: ↗wonniglich
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben Wonne hervorrufend, entzückend
Beispiele:
ein wonniges Baby
sie sah wonnig aus, fand den kleinen Hund wonnig
von Wonne, Glückseligkeit erfüllt
Beispiele:
ein wonniges Glück
in einem wonnigen Lebensgefühl schwelgen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wonne · wonnig
Wonne f. ‘Freude, Vergnügen, Beglückung’, ahd. wunna (9. Jh.), mhd. wunne, wünne, asächs. wunnia, mnd. wunne, aengl. wynn steht als jō-Stamm (westgerm. *wunjō) zur Schwundstufe der unter ↗gewinnen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’, auch ‘erarbeiten, Mühe haben’, perfektiv ‘erreichen, gewinnen’, s. dazu auch ↗wohnen, ↗Wunsch. Wonne ist in frühnhd. Zeit selten bezeugt, wird aber in der Mitte des 18. Jhs. durch poetischen Sprachgebrauch in der empfindsamen Literatur neu belebt. wonnig Adj. ‘freudig, beglückend, schön’, mhd. (md.) wunnic, geläufig erst seit Mitte 18. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
(ganz) reizend · ↗allerliebst · ↗herzallerliebst · ↗herzig · ↗puppig · wonnig · zum Knuddeln  ●  ↗niedlich  Hauptform · ↗süß  emotional · ↗goldig  ugs. · ↗putzig  ugs. · ↗schnatz  ugs., regional · ↗schnuckelig  ugs. · zum Abknutschen  ugs. · zum Anknabbern  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gefühl Laller Mai sonnig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wonnig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor uns liegt noch genau ein Tag zwischen grausamstem und wonnigstem Monat.
Der Tagesspiegel, 28.04.2001
Die Heiratslust bewegt sich schon lange nicht mehr auf wonnigen Höhen, rein statistisch gesehen.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1997
Konnte ein junger Baum mitten in wonniger Frühlingszeit plötzlich verdorren?
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 108
Da mußte an die Stelle eines wonnigen Barockengels das vergilbte Foto einer Urgroßtante treten.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 68
Er genoß das wonnige Gefühl, den Tod des Freundes durch ein hartherziges Schweigen fürchterlich zu rächen.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 143
Zitationshilfe
„wonnig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wonnig>, abgerufen am 21.11.2019.

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