wundermild

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache [ˈvʊndɐˌmɪlt]
Worttrennung wun-der-mild
Wortzerlegung wunder-mild
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

veraltend überaus, ungewöhnlich mild, freundlich
Beispiele:
Der wundermilde Duft von exotischen Wildblüten liegt in der Luft, die in ihren prächtigsten Farben erblühen. [JIMMY NOVAKIN, 25.03.2016, aufgerufen am 14.09.2018]
Und der Vertreter Schwedens ist so wundermild salbungsvoll, so vermittelnd und ausgleichend, dass ein Headhunter für den diplomatischen Dienst ihn von der Stelle weg engagieren müsste. [Die Zeit, 02.05.2002]
Aber als ich triefend im Gasthaus anlangte, da ging es dort wundermild zu, und ein schöner Gebirgssee war auch da, von hohen Bergen eingeschlossen, ganz einsam. [Tucholsky, Kurt: Ein Pyrenäenbuch. In: ders.: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 4931]
Wundermild gab sich der gesamte Herbst: Noch 4 Sommertage (im September) und 27 statt nur 17 warme Tage – im Vorjahr hatte jeder der 3 Monate nur je 1. [Süddeutsche Zeitung, 05.12.1997]
Ein wundermilder Geschäftswind fegt das Gold in die Kassen der Hotels, der Restaurateure, die Soupers wie Theaterinszenierungen zelebrieren, der Coiffeure, die so viele Tausendmark‑Perücken abgesetzt haben an Damen, die an den eigenen Locken verzweifelten, in die Kassen der Schneider, deren Schaufenster strotzen von dankbaren Widmungen der Behandelten. [Der Spiegel, 27.11.1963]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„wundermild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wundermild>, abgerufen am 14.05.2021.

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