wupp

GrammatikAusruf
Formgeschichtelautnachahmend
eWDG, 1977

Bedeutung

landschaftlich, besonders mitteldeutsch, besonders norddeutsch, umgangssprachlich bezeichnet eine schnelle, schwunghafte Bewegung
Beispiele:
wupp, sprang er ins Wasser
ein Wupp, und er war über den Graben
»Wupp!« Weg war sie [die Uhr] [StrittmatterBienkopp247]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwupp(s) · wupp(s) · Schwuppe · schwuppen · Schwupp(s) · wuppen · Wupp · Wuppdizität
schwupp(s), wupp(s) Interjektion zur lautmalenden Charakterisierung einer ruckartige Bewegung, eines dumpfen, klatschenden Schlages (literarisch belegt 18. Jh., doch umgangssprachlich gewiß älter), ablautend neben ↗schwapp, ↗schwipp (s. d.). Lautspielerisch erweitert schwuppdich, wuppdi, wuppdich, schwuppdiwupp, huppdiwupp, wuppdiwupp, substantiviert mit einem Wuppdich. Schwuppe f. ‘Gerte, Peitsche’ (16. Jh.). schwuppen Vb. ‘dumpf klatschen, stoßen’ (19. Jh.). Schwupp(s) m. ‘ruckartige Bewegung, Schwung, Hieb’, auf einen Schwupp ‘im Nu’. wuppen Vb. ‘mit einem Ruck anheben’. Wupp m. ‘Ruck, Schwung, Stoß, Augenblick’. Aus der Studentensprache die scherzhafte Bildung Wuppdizität f. ‘Schwung, Schnelligkeit, Energie’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiel für ›wupp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit sanftem "Wupp" springt eine bläuliche Flamme im Heizkessel an, kaum zu sehen, kaum zu hören.
o. A.: Das göttliche Werkzeug. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Zitationshilfe
„wupp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wupp>, abgerufen am 29.03.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Wunschzettel
Wunschwelt
Wunschvorstellung
Wunschtraum
Wunschtermin
wuppdi
wuppdich
Wuppdizität
wuppen
wupps