Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

wupp

Grammatik Interjektion
Wortbildung  mit ›wupp‹ als Grundform: wupps
Formgeschichte lautnachahmend
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, besonders mitteldeutsch, norddeutsch, umgangssprachlich bezeichnet eine schnelle, schwunghafte Bewegung
Beispiele:
wupp, sprang er ins Wasser
ein Wupp, und er war über den Graben
»Wupp!« Weg war sie [die Uhr] [ StrittmatterBienkopp247]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwupp(s) · wupp(s) · Schwuppe · schwuppen · Schwupp(s) · wuppen · Wupp · Wuppdizität
schwupp(s), wupp(s) Interjektion zur lautmalenden Charakterisierung einer ruckartige Bewegung, eines dumpfen, klatschenden Schlages (literarisch belegt 18. Jh., doch umgangssprachlich gewiß älter), ablautend neben schwapp, schwipp (s. d.). Lautspielerisch erweitert schwuppdich, wuppdi, wuppdich, schwuppdiwupp, huppdiwupp, wuppdiwupp, substantiviert mit einem Wuppdich. Schwuppe f. ‘Gerte, Peitsche’ (16. Jh.). schwuppen Vb. ‘dumpf klatschen, stoßen’ (19. Jh.). Schwupp(s) m. ‘ruckartige Bewegung, Schwung, Hieb’, auf einen Schwupp ‘im Nu’. wuppen Vb. ‘mit einem Ruck anheben’. Wupp m. ‘Ruck, Schwung, Stoß, Augenblick’. Aus der Studentensprache die scherzhafte Bildung Wuppdizität f. ‘Schwung, Schnelligkeit, Energie’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›wupp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit sanftem "Wupp" springt eine bläuliche Flamme im Heizkessel an, kaum zu sehen, kaum zu hören. [o. A.: Das göttliche Werkzeug. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Zitationshilfe
„wupp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wupp>.

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