Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

wutbebend

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [ˈvuːtbeːbn̩t]
Worttrennung wut-be-bend
Wortzerlegung Wut beben -end2
Rechtschreibregel § 36 (1.1)
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

vor Empörung zitternd; den Zorn mühsam beherrschend, kurz davor, gewalttätig zu werden
Synonym zu zornbebend
Beispiele:
Sie standen sich wutbebend gegenüber. Ohrfeigen lagen greifbar nahe in der Luft. [Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 542]
Strenggenommen sind es […] nicht die betenden Frauen, die die Ordnung bedrohen, sondern wutbebende Männer, die sie schon mit »Fahrt zur Hölle«‑Rufen beschimpft und mit Eiern beworfen haben. [Süddeutsche Zeitung, 23.11.2009]
Mit aggressivem, teils herausgebrülltem, oft wutbebendem Rap sind Onyx bekannt geworden. [Leipziger Volkszeitung, 02.04.2008]
Wutbebend stapfte der Brasilianer vom Feld, und wäre dort eine hölzerne Werbetonne gestanden, keine Frage, E[…] hätte kräftig zugetreten […]. [Süddeutsche Zeitung, 12.11.1997]
Schon im brennenden Reichstag hatte Hitler ja wutbebend verkündet, daß er nunmehr mit den Kommunisten abrechnen werde. [Der Spiegel, 06.01.1960]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„wutbebend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wutbebend>.

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