x-beliebig

GrammatikAdjektiv · attributiv, adverbiell
Aussprache
Worttrennungx-be-lie-big (computergeneriert)
WortzerlegungXbeliebig
eWDG, 1977

Bedeutung

umgangssprachlich irgendein, irgendwer, ganz gleichgültig, was oder wer
Beispiele:
ein x-beliebiges Buch, x-beliebiger Mensch
eine x-beliebige Zahl
der Ernteertrag kann nicht x-beliebig gesteigert werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

x-beliebig Adj. ‘irgendein, gleichgültig, wer oder was für ein’, verstärktes beliebig (2. Hälfte 19. Jh.), zusammengesetzt mit x, dem Zeichen für eine unbekannte mathematische Größe, eingeführt (1637) von Descartes. x steht für ein diesem Buchstaben ähnliches Abkürzungszeichen von ital. cosa, dem Ausdruck für die Unbekannte, eigentlich ‘Sache, Ding’ (lat. caus(s)a), Übersetzung von arab. šai’ ‘Sache, Ding’, womit in der arabischen Mathematik des Mittelalters die algebraische Unbekannte bezeichnet wird. Vgl. ferner umgangssprachlich seit x Jahren ‘seit einer unbestimmten Zahl von Jahren’, x-fach, x-mal (19. Jh.) sowie X-Strahlen, eigentlich ‘unbekannte Strahlen’ (s. ↗Röntgenstrahlen).

Thesaurus

Synonymgruppe
völlig beliebig · völlig egal · x-beliebig
Oberbegriffe
  • beliebig (Adverb) · dir überlassen (sein) · nach (eigenem) Ermessen · nach Belieben · nach Gutdünken · nach Lust und Laune · ↗willkürlich  ●  (ganz) nach (eigenem) Gusto  geh. · (so) wie du es für richtig hältst  ugs. · (so) wie es einem gerade (in den Kram) passt  ugs. · (so) wie es für dich am besten ist  ugs. · Ihrem Ermessen überlassen (bleiben)  geh. · ↗ad libitum  geh., lat. · dir überlassen (bleiben)  ugs. · frei nach Schnauze  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Großstadt Job Ware

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›x-beliebig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich hätte man den Job auch einem x-beliebigen Juso überhelfen können.
Der Tagesspiegel, 07.08.2002
Natürlich ist einem Club nicht beizutreten wie einer x-beliebigen Organisation.
Die Zeit, 03.09.2001, Nr. 36
Mindestens so beteiligt war er doch an dem Kind wie ein x-beliebiger Erzeuger.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 206
Mein Freund zog aus dem Berg ein x-beliebiges Blatt heraus, sah es flüchtig an und nickte dann.
Cotton, Jerry [d.i. Hober, Heinz Werner]: Die Killer sind unter uns, Bergisch Gladbach: Bastei [1971] [1956], S. 2
Zitationshilfe
„x-beliebig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/x-beliebig>, abgerufen am 15.10.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
X-beinig
X-Bein
x-Achse
x
Wyandotte
X-Chromosom
x-fach
X-Kontakt
x-mal
X-Strahl