zänkisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungzän-kisch (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

oft, aus geringfügigem Anlass sich mit jmdm. zankend, streitsüchtig
Beispiele:
eine zänkische Alte
sie ist eine arrogante, zänkische Person
er war nervös, reizbar und zänkisch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zanken · Zank · Gezänk · zänkisch
zanken Vb. ‘schelten, heftig tadeln’, reflexiv ‘sich streiten’, mhd. zanken, zenken ‘streiten’. Herkunft unbekannt. Zu mhd. frühnhd. zanke ‘Spitze, Zacke’, ablautend neben ↗Zinke (s. d.)? Eine versuchte Herleitung aus ahd. zanigōn ‘mit den Zähnen packen, zernagen, zerfleischen’ (11. Jh.), gebildet wie gleichbed. ahd. zanōn (9. Jh.) zu dem unter ↗Zahn (s. d.) behandelten Substantiv (¹DWB 15, 235), ist nur möglich, wenn, von ahd. (obd.) *zandigōn (zu ahd. zand ‘Zahn’) ausgehend, eine vermittelnde Form *zanggen angenommen wird. Zank m. ‘heftiger Wortwechsel, Streit’, frühnhd. zangk (Ende 15. Jh.), aus dem Verb rückgebildet; das zunächst obd. bezeugte Wort wird durch Luthers Aufnahme in die Bibelübersetzung literatursprachlich. Gezänk n. mhd. gezenke. zänkisch Adj. ‘streitsüchtig’ (1. Hälfte 16. Jh.), zuvor zankisch (2. Hälfte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
kämpferisch · ↗polemisch · ↗streitsüchtig · ↗zanksüchtig · zänkisch  ●  ↗kiebig  ugs. · ↗kratzbürstig  ugs. · ↗zickig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ehefrau Nachbar Paar Schwester Weib Wesen rechthaberisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zänkisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es war in der Geschichte der zänkischen Schwestern vielleicht der ironischste Moment.
Der Tagesspiegel, 20.06.2004
Aber nur die Juden haben sich gebunden, erwidere ich zänkisch.
Die Zeit, 02.12.1994, Nr. 49
Man hat behauptet, er sei zugleich originell, zänkisch, argwöhnisch, aber bescheiden, aufrichtig und gut gewesen.
Briquet, Marie: Dezède. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 25501
Seine zänkische Art hinderte ihn jedoch am Ausbau seiner positiven Gedanken.
Schmidt, M.: Dippel. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 6848
Martel, grünliches Funkeln in den Augen, hielt den Mund schief und zänkisch.
Zeise, Franz: Ein Reisender liebt. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 256
Zitationshilfe
„zänkisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zänkisch>, abgerufen am 27.05.2019.

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