zahnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungzah-nen
GrundformZahn
Wortbildung mit ›zahnen‹ als Grundform: ↗verzahnen
eWDG, 1977

Bedeutung

Milchzähne bekommen
Beispiel:
das Baby zahnt jetzt und ist etwas unruhig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zahn · Zahnfleisch · Zahnarzt · Zahnbürste · Zahnrad · zahnen · verzahnen
Zahn m. im Kiefer wurzelndes knochenähnliches Gebilde zum Zerkleinern der Nahrung, übertragen ‘vorspringender zackenartiger Teil, Zacke’, ahd. zan(d) (8. Jh.), mhd. zan(t), asächs. tand, mnd. tan(t), mnl. tant, nl. tand, aengl. tōþ, engl. tooth, anord. tǫnn, schwed. tand, ablautend got. tunþus. Germ. *tanþ-, *tunþ- führt mit aind. dán (Akkusativ dántam), lat. dēns (Genitiv dentis), air. dēt, lit. dantìs auf ie. *dont-, *dṇt- ‘Zahn’. Zieht man noch griech. odṓn, Genitiv odóntos (ὀδών, ὀδόντος) ‘Zahn’ heran, dessen ablautendes o- (nach äol. ἔδοντεϛ Plur.) als Assimilation an den Vokal der Folgesilbe anzusehen ist, so ist ie. *edont- erschließbar, und die ie. Formen können als Partizipialbildungen zur Wurzel ie. *ed- ‘essen’ (s. ↗essen) erklärt werden. Zahnfleisch n. Teil der Mundschleimhaut, der die Zahnhälse umschließt, ahd. zandfleisc (Hs. 13. Jh.), spätmhd. zan-, zantvleisch. Zahnarzt m. (Anfang 17. Jh.). Zahnbürste f. (2. Hälfte 18. Jh.). Zahnrad n. ‘mit Zacken ken versehenes Rad’ (18. Jh.). zahnen Vb. ‘Zähne bekommen’ (16. Jh.); vgl. ahd. zennen (um 1000). verzahnen Vb. ‘durch ineinandergreifende Zacken (wie bei Zahnrädern) miteinander verbinden’ (18. Jh.), übertragen ‘ineinandergreifen lassen’.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieses Verfahren eignet sich für flächige Darstellungen, feinere Linien sind möglich, erscheinen aber gezahnt.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 32755
Sie sind im Druck sehr einfach ausgeführt und zum großen Teil nicht einmal gezahnt.
Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]
Farblich erinnert es sofort an eine bestimmte orange-blaue Zwiebacktüte, und auch das bekannte blonde und blauäugige Kleinkind zahnt uns vom Titel entgegen.
Die Welt, 20.05.2000
Darin sind die tschechischen Umweltschützer noch ungeübt, die Demokratie in ihrem Land zahnt erst.
Die Zeit, 28.10.1994, Nr. 44
Das Geburtstagskind ist mittendrin und zahnt wie Bolle, obwohl noch erschöpft vom Auftritt der Bauchtänzerin.
Süddeutsche Zeitung, 15.03.1997
Zitationshilfe
„zahnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zahnen>, abgerufen am 15.12.2019.

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