zappelig

GrammatikAdjektiv
Nebenform zapplig · Adjektiv
Worttrennungzap-pe-lig · zapp-lig
Wortzerlegungzappeln-ig
Wortbildung mit ›zappelig‹ als Erstglied: ↗Zappligkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

häufig, anhaltend zappelnd
Beispiel:
sitz ruhig, sei nicht so zappelig!
umgangssprachlich, übertragen unruhig
Beispiele:
er ist ganz zappelig vor Aufregung, Spannung
Bald kommt der warme Föhn aus dem Süden und macht die Menschen zapplig und kribblig [BaumKristall166]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zappeln · zapp(e)lig
zappeln Vb. ‘(mit den Gliedmaßen, mit dem Körper) schnelle, unruhige Bewegungen machen’, ahd. zabulōn ‘sich unruhig bewegen, zucken’ (um 800), mhd. zabel(e)n, auch zapeln ‘mit den Gliedern zucken, ruhelos tätig sein’, frühnhd. zabeln, zappeln (16. Jh.), mundartlich auch zabbeln, zawweln; ein lautmalendes, bewegungsnachahmendes Wort. zapp(e)lig Adj. ‘sich unruhig (hin und her) bewegend, aufgeregt, innerlich unruhig’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
getrieben · ↗rastlos · ↗ruhelos · ↗unruhig · zappelig  ●  (jemand) kann nicht fünf Minuten still sitzen  ugs., fig., variabel
Assoziationen
Synonymgruppe
fahrig · ↗fiebrig · flackernd · ↗flatterig · zappelig  ●  durch den Wind  ugs. · ↗fickerig  ugs., norddeutsch · ↗fickrig  ugs., norddeutsch · fitzig  ugs. · ↗flackerig  ugs. · ↗flackrig  ugs. · ↗hibbelig  ugs., regional · ↗wibbelig  ugs., regional · wie Rumpelstilzchen  ugs. · ↗wuschig  ugs., regional · ↗wuselig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufgeregt · beunruhigt · erregt · ↗fieberhaft · ↗gereizt · ↗kribbelig · ↗nervös · ↗ruhelos · ↗schreckhaft · ↗unruhig · wie ein aufgescheuchtes Huhn  ●  ↗(ganz) durcheinander  ugs. · ↗aufgedreht  ugs. · ↗aufgekratzt  ugs. · aufgewühlt  ugs. · durch den Wind  ugs., fig. · ↗fickerig  ugs., norddeutsch · ↗fickrig  ugs., norddeutsch · ↗hibbelig  ugs., regional · ↗hippelig  ugs., regional · ↗kabbelig  ugs. · ↗kirre  ugs. · ↗rappelig  ugs. · ↗rapplig  ugs. · wie angestochen  ugs. · zappelig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bewegung fahrig nervös unkonzentriert unruhig ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zappelig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie können sich konzentrieren, selbst zappelige Kinder bleiben an ihrer Arbeit.
Die Zeit, 04.06.2007, Nr. 23
Wenn man näher kommt, erkennt man in der Farbe eine zappelige Masse;
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2004
Hoffentlich bekomme ich morgen Post, sonst werde ich wieder zappelig.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 16.06.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Mutter wird verlegen und zappelig, sagt sie schließlich: Geh zu Pappi.
Lakaschus, Carmen u. Binder, Hans-Jörg: Der Unterschied von Mann und Frau, Frankfurt: Bärmeier und Nikel 1968, S. 7
Die zappligen, eckigen und oft unbeholfenen Bewegungen, die für den Schulanfänger noch charakteristisch sind, treten immer mehr zurück.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 47
Zitationshilfe
„zappelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zappelig>, abgerufen am 16.10.2019.

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