Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

zappeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung zap-peln
Wortbildung  mit ›zappeln‹ als Erstglied: Zappelbude · Zappeler · Zappelphilipp · Zappler · zappelig · zapplig
 ·  mit ›zappeln‹ als Letztglied: Gezappel · abzappeln · herumzappeln
eWDG

Bedeutung

sich rasch und heftig (mit den Gliedmaßen) hin und her bewegen
Beispiele:
Fische zappeln im Netz
das Baby zappelt mit Armen und Beinen
Und wer [kann] verbieten zu zappeln / Den Schafen unter der Schur [ GoetheDivan2,43]
bildlich
Beispiel:
daß es [das kapitalistische Lohngesetz] gleichzeitig eine ganze große Schicht Unbeschäftigter an einem dünnen elastischen Schmachtseil zwischen Sein und Nichtsein zappeln läßt [ LuxemburgReden1,727]
übertragen unruhig sein
Beispiel:
vor Neugier, Ungeduld, Aufregung, Nervosität zappeln
umgangssprachlich jmdn. zappeln lassenjmdn., der ungeduldig auf eine Information wartet, in Ungewissheit lassen
Beispiel:
Eine Weile ließ er Lissy noch zappeln, dann rückte er mit seinen Kenntnissen heraus [ WeiskopfLissy4,213]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zappeln · zapp(e)lig
zappeln Vb. ‘(mit den Gliedmaßen, mit dem Körper) schnelle, unruhige Bewegungen machen’, ahd. zabulōn ‘sich unruhig bewegen, zucken’ (um 800), mhd. zabel(e)n, auch zapeln ‘mit den Gliedern zucken, ruhelos tätig sein’, frühnhd. zabeln, zappeln (16. Jh.), mundartlich auch zabbeln, zawweln; ein lautmalendes, bewegungsnachahmendes Wort. zapp(e)lig Adj. ‘sich unruhig (hin und her) bewegend, aufgeregt, innerlich unruhig’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
strampeln · zappeln
Synonymgruppe
zappeln · zucken

Typische Verbindungen zu ›zappeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zappeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›zappeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als er dicht genug war, lachten sie ihn an; eine zappelte mit den Beinen. [Lichtenstein, Alfred: Der Sieger. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 35660]
Du läßt mich verdammt lange zappeln, das fängt gut an. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 06.04.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
In den Netzen zappeln fast nur noch kleinere Tiere, die sich vermutlich noch nicht fortgepflanzt haben. [o. A.: Umwelt. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Und in diesem Jahr ließen die Royals ihre Untertanen zappeln. [Die Zeit, 26.12.2013 (online)]
Dann könnt ihr euch besser konzentrieren und zappelt nicht so herum. [Die Zeit, 20.10.2008, Nr. 42]
Zitationshilfe
„zappeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zappeln>.

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