zehn

GrammatikKardinalzahl
Aussprache
Wortbildung mit ›zehn‹ als Erstglied: ↗10-Pfennig-Stück · ↗10-Tonner · ↗10-jährig · ↗10-prozentig · ↗10-stellig · ↗Zehneck · ↗Zehnender · ↗Zehner · ↗Zehnerausschuss · ↗Zehnergruppe · ↗Zehnerjause · ↗Zehnerlogarithmus · ↗Zehnerpackung · ↗Zehnerreihe · ↗Zehnerstelle · ↗Zehnersystem · ↗Zehnfingersystem · ↗Zehnfingertechnik · ↗Zehnfüßer · ↗Zehnjahresplan · ↗Zehnkampf · ↗Zehnklassenschule · ↗Zehnmarkschein · ↗Zehnmarkstück · ↗Zehnpfennigstück · ↗Zehntonner · ↗zehneinhalb · ↗zehnfach · ↗zehngradig · ↗zehnjährig · ↗zehnklassig · ↗zehnmal · ↗zehnpfundweise · ↗zehnprozentig · ↗zehnsemestrig · ↗zehnstellig · ↗zehntausend
 ·  mit ›zehn‹ als Letztglied: ↗achtzehn · ↗fünfzehn · ↗vierzehn
 ·  mit ›zehn‹ als Grundform: ↗zehnte  ·  formal verwandt mit: ↗Jahrzehnt · ↗Karozehn · ↗Pikzehn · ↗Zehent · ↗Zehnt · ↗Zehnte
eWDG, 1977

Bedeutung

10
Beispiele:
die Zahlen von eins bis zehn
zehn plus zwei ist zwölf
zehn multipliziert mit zwei ist zwanzig
bis zehn zählen
wir waren zehn Personen, zu zehnen
die ersten zehn
alle zehn sind gute Schüler
etw. ist zehn Meter lang, breit, hoch
er ist zehn Jahre alt
es ist zehn (Uhr), halb, kurz vor, nach zehn
es, die Uhr schlägt zehn
umgangssprachlich Punkt, Schlag zehn (= genau zehn Uhr)
vor, nach, in, seit, binnen zehn Tagen
umgangssprachlich er macht ein Gesicht wie zehn Tage Regenwetter (= sieht griesgrämig, trübsinnig aus)
ich wette 10:1 (zehn zu eins), dass ...
etw. kostet zehn Cent
umgangssprachlich, scherzhaft nun bin ich wieder (um) zehn Euro ärmer
die Zahl Zehn
die arabische Zehn (10)
die römische Zehn (X)
umgangssprachlich du musst zum Bahnhof mit der Zehn (= mit einem Wagen der Straßenbahnlinie 10) fahren
salopp davon können mich keine zehn Pferde abhalten
salopp (sich) [Dativ] alle zehn Finger nach etw. lecken (= auf etw. begierig sein)
biblisch die Zehn Gebote (= die zehn Gesetze der christlichen Moral)
Spielkarte mit dem Zahlenwert 10
Beispiele:
ich habe drei Zehnen
eine Zehn ausspielen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zehn · zehnter · Zehnt(er) · Zehntel
zehn Num. Ahd. zehan (8. Jh.), mhd. zehen, zēn, asächs. tehan, tian, tein, mnd. tein, mnl. nl. tien, afries. tiān, aengl. (angl.) tēn(e), (westsächs.) tīen(e), engl. ten, anord. tīu (entsprechend nīu, s. ↗neun), schwed. tio, got. taíhun (germ. *tehun) führen wie aind. dáśa, griech. déka (δέκα), lat. decem, air. deich auf ie. *dek̑ṃ bzw. (für die ahd. und asächs. Formen) *dek̑om ‘zehn’. Das Balt. und Slaw. wie lit. dešimtìs, auch dẽšim(t)s, aslaw. desętь, russ. désjat’ (десять) setzt dagegen ein mit Dental erweitertes kollektives Substantiv ie. *dek̑ṃt ‘Zehnheit, Dekade’ voraus. Jede weitere Deutung der ie. Ausgangsform ist ungewiß. Jensen in: Zs. f. Phonetik 6 (1952) 50 ff. deutet z. B. ie. *dek̑ṃ als Kompositum ‘zwei Griffe, zwei Hände voll’; er erschließt für ie. *d(u)u̯ō(u) usw. (s. ↗zwei) ein älteres *deu̯o-, dessen erster Bestandteil *de bereits die Zweizahl bezeichnet haben könne. Für -k̑ṃt sieht er Anschlußmöglichkeit an eine Wurzel ie. *k̑em-, zu der er vor allem die unter ↗Hand (s. d.) angeführte Wortgruppe stellen möchte. zehnter Num. Ord. ahd. zehanto (9. Jh.), mhd. zehende, zehente, zēnde; dazu die Substantivierung Zehnt(er) m. ‘zehnter Teil (von Vieh und Erntefrüchten) als Steuer, Abgabe an Kirche oder Grundherrn’, ahd. zehanto (11. Jh.), mhd. zehende, zehent(e). Zehntel n. ‘zehnter Teil’ (18. Jh.), gekürzt aus Zehnteil, mhd. zehenteil; zum zweiten Bestandteil s. ↗Teil.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dollar Euro Gebot Jahr Kilogramm Kilometer Liter Mensch Meter Milliarde Million Minute Mitarbeiter Monat Person Prozent Prozentpunkt Punkt Sekunde Spiel Spieler Stunde Tag Tonne Woche Zentimeter fünf fünfzehn zwanzig zwölf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zehn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die wickelt sie in zehn Sprachen ab, rund um die Uhr.
Die Zeit, 04.01.2005, Nr. 02
Mit zehn Jahren ist es auf jeden Fall zu spät.
Süddeutsche Zeitung, 16.04.2002
Als die Mutter mich weckte, war es zehn Uhr vormittags.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18241
Schon um zehn Uhr morgens war er im "Wilden Mann".
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 150
Am nächsten Morgen waren wir kurz vor zehn im Theater.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 478
Zitationshilfe
„zehn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zehn>, abgerufen am 18.12.2018.

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