zelebrieren

Grammatik Verb · zelebriert, zelebrierte, hat zelebriert
Aussprache 
Worttrennung ze-le-brie-ren · ze-leb-rie-ren
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›zelebrieren‹ als Erstglied: ↗Zelebrant · ↗Zelebrierung  ·  mit ›zelebrieren‹ als Grundform: ↗Zelebration

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben, spöttisch] etw. in (übertrieben) feierlicher, zeremoniell anmutender Form durchführen, darbieten
  2. 2. [Religion] ...
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
gehoben, spöttisch etw. in (übertrieben) feierlicher, zeremoniell anmutender Form durchführen, darbieten
Beispiel:
eine Abschiedszeremonie, das Abendessen, Theaterstück zelebrieren
2.
Religion
Beispiele:
die Messe zelebrieren (= lesen)
das Hochamt zelebrieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zelebrieren Vb. ‘feierlich begehen, feierlich ehren’, besonders ‘die Messe lesen, das Meßopfer begehen’ (Anfang 15. Jh.), entlehnt aus lat. celebrāre ‘eine Versammlung, Festlichkeit häufig besuchen, festlich begehen, feiern, mit Eifer betreiben, ausüben’, mlat. besonders ‘eine heilige Handlung ausführen, vollziehen’, einer Ableitung von lat. celeber (Genitiv celebris) ‘zahlreich besucht, belebt, gefeiert, feierlich, berühmt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
feierlich begehen · feierlich inszenieren · festlich begehen · weihevoll begehen · würdevoll begehen · zelebrieren

Typische Verbindungen zu ›zelebrieren‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zelebrieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›zelebrieren‹

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Der Film ist zu eitel, er zelebriert den eigenen Fund zu sehr.
Der Tagesspiegel, 23.02.2004
Rot-grüne Programme zelebrieren gerne die "globale Verantwortung" - hier könnte sie gezeigt werden.
Die Zeit, 11.03.1999, Nr. 11
Zum letzten Mal zelebriert der Abt eine Messe, dann wird er verbrannt.
Fath, Rolf: Werke - T. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 21950
Adliges Leben wurde fortan öffentlich zelebriert, als Darstellung einer Gemeinschaft, kritisch geformt durch das Urteil der Gemeinschaft.
Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7709
Die Sixtinische Kapelle blieb geschlossen, denn der gefangene Papst zelebrierte nicht.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29227
Zitationshilfe
„zelebrieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zelebrieren>, abgerufen am 09.08.2020.

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