Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

zelebrieren

Grammatik Verb · zelebriert, zelebrierte, hat zelebriert
Aussprache 
Worttrennung ze-le-brie-ren · ze-leb-rie-ren
Wortbildung  mit ›zelebrieren‹ als Erstglied: Zelebrant · Zelebration · Zelebrierung
Herkunft aus celebrārelat ‘eine Versammlung, Festlichkeit häufig besuchen, festlich begehen, feiern, mit Eifer betreiben, ausüben’, celebrāremlat besonders ‘eine heilige Handlung ausführen, vollziehen’ < celeberlat ‘zahlreich besucht, belebt, gefeiert, feierlich, berühmt’

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben, spöttisch] etw. in (übertrieben) feierlicher, zeremoniell anmutender Form durchführen, darbieten
  2. 2. [Religion] ...
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Bedeutungen

1.
gehoben, spöttisch etw. in (übertrieben) feierlicher, zeremoniell anmutender Form durchführen, darbieten
Beispiel:
eine Abschiedszeremonie, das Abendessen, Theaterstück zelebrieren
2.
Religion
Beispiele:
die Messe zelebrieren (= lesen)
das Hochamt zelebrieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zelebrieren Vb. ‘feierlich begehen, feierlich ehren’, besonders ‘die Messe lesen, das Meßopfer begehen’ (Anfang 15. Jh.), entlehnt aus lat. celebrāre ‘eine Versammlung, Festlichkeit häufig besuchen, festlich begehen, feiern, mit Eifer betreiben, ausüben’, mlat. besonders ‘eine heilige Handlung ausführen, vollziehen’, einer Ableitung von lat. celeber (Genitiv celebris) ‘zahlreich besucht, belebt, gefeiert, feierlich, berühmt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
feierlich begehen · feierlich inszenieren · festlich begehen · weihevoll begehen · würdevoll begehen · zelebrieren

Typische Verbindungen zu ›zelebrieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zelebrieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›zelebrieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rot‑grüne Programme zelebrieren gerne die »globale Verantwortung« – hier könnte sie gezeigt werden. [Die Zeit, 11.03.1999, Nr. 11]
Er zelebriert den Prozeß des Schreibens vor den Augen seiner Leser. [Die Zeit, 24.05.1996, Nr. 22]
Statt nach Alternativen zu suchen, zelebriert das europäische Kino seinen langsamen Tod. [konkret, 1983]
Warum zelebriert ausgerechnet die digitale Generation das Kochen so sehr? [Die Zeit, 23.12.2013, Nr. 51]
Adliges Leben wurde fortan öffentlich zelebriert, als Darstellung einer Gemeinschaft, kritisch geformt durch das Urteil der Gemeinschaft. [Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7709]
Zitationshilfe
„zelebrieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zelebrieren>.

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