zerbröckeln

GrammatikVerb · zerbröckelte, hat/ist zerbröckelt
Worttrennungzer-brö-ckeln (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. (mit den Fingern) zu Bröckchen zerkleinern
Beispiele:
Keks, ein Stück Brot zerbröckeln
Erde zwischen den Fingern zerbröckeln
2.
mit Hilfsverb ›ist‹
durch Bröckeln entzweigehen, allmählich verfallen
Beispiel:
das Mauerwerk zerbröckelte mehr und mehr

Thesaurus

Synonymgruppe
absplittern · ↗atomisieren · ↗krümeln · ↗pulverisieren · zerbröckeln · ↗zerbröseln · ↗zerkleinern · ↗zerkrümeln · ↗zermahlen · ↗zerreiben · ↗zersplittern · ↗zerstampfen · ↗zerstoßen
Synonymgruppe
(sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (völlig) kaputt · ↗baufällig · ↗entzwei · ↗irreparabel · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beton Fassade Finger Front Fundament Konsens Mauer Mythos Ruine Solidarität allmählich bald langsam rasch unaufhaltsam zerbröseln zerfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zerbröckeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch da der wasserhaltige Ölschiefer beim Austrocknen schnell zerbröckelt, ist aus dieser Zeit nur wenig erhalten geblieben.
Die Zeit, 11.12.1995, Nr. 50
Die Hierarchie im Team zerbröckelt von Spiel zu Spiel immer mehr.
Bild, 05.02.2003
Wenn du müde bist, zerbröckelt dir die Welt wie eine Sandburg.
Hahn, Ulla: Unscharfe Bilder, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2003, S. 39
Beim Ergreifen einer Probe mit den Fingern darf sich das Dörrgemüse nicht staubtrocken anfühlen und zerbröckeln.
Körting, Georg Friedrich: Unterrichtsbuch für die weibliche freiwillige Krankenpflege, Berlin: Mittler 1913 [1907], S. 253
Sie zerbröckelte ihren Kuchen, schaute vor sich hin in die Halle.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 186
Zitationshilfe
„zerbröckeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zerbröckeln>, abgerufen am 19.10.2019.

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