zeremoniös

Grammatik Adjektiv
Worttrennung ze-re-mo-ni-ös
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich steif, förmlich, gemessen, feierlich

Verwendungsbeispiele für ›zeremoniös‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So entsprach der zeremoniösen Überschätzung des Denkens seine Unterschätzung in der Praxis des Lebens.
Die Zeit, 15.11.1951, Nr. 46
Der Händler rollt einen Stoffballen ein, legt die rechte Hand aufs Herz und verbeugt sich zeremoniös.
Süddeutsche Zeitung, 21.09.1999
Eine feingliedrige Asiatin nötigt den Gast geradezu im Kommandoton, den Mantel abzulegen, bevor er zeremoniös an seinen Tisch komplimentiert wird.
Die Welt, 09.12.2000
Die gelten einem vom Grauschleier befreiten, polierten, aber humanen Beethoven ohne zeremoniös zementierte Bräsigkeit.
Die Welt, 19.05.2001
Vielleicht wäre Europa und seinen Intellektuellen künftig mit kleineren, weniger zeremoniösen Familientreffen besser gedient.
Der Tagesspiegel, 07.12.1998
Zitationshilfe
„zeremoniös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zeremoni%C3%B6s>, abgerufen am 07.08.2020.

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