zerrinnen

Grammatik Verb · zerrinnt, zerrann, ist zerronnen
Aussprache 
Worttrennung zer-rin-nen
Wortzerlegung zer-rinnen
eWDG, 1977

Bedeutung

flüssig werden, zergehen
Beispiel:
der Schnee zerrinnt
bildlich
Beispiele:
gehobeneine Hoffnung, ein Plan, ein Traum, ein Ideal zerrinnt (in nichts) (= wird zunichte)
umgangssprachlichdas Geld zerrinnt jmdm. unter den Fingern (= wird unversehens weniger)
sprichwörtlichwie gewonnen, so zerronnen

Typische Verbindungen zu ›zerrinnen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zerrinnen‹.

Verwendungsbeispiele für ›zerrinnen‹

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Denn das ungeduldig erworbene Wissen über die Welt zerrann ihm zwischen den Fingern.
Der Tagesspiegel, 16.01.1998
Nichts mehr davon, die Erfolge sind verweht, die Macht ist zerronnen.
Der Spiegel, 20.03.1989
Seine Felle fortschwimmen sehen: seine Hoffnungen in nichts zerrinnen sehen.
Röhrich, Lutz: Fell. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 17682
Manchmal brach aus ihren wirren Worten noch der echte Schmerz über ihr zerronnenes Leben hervor.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 55
Er fühlt es zerrinnen in seinem Körper, nichts bleibt zurück, als der ohnmächtige Trotz.
Weiß-Rüthel, Arnold: Musketier Reue. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 237
Zitationshilfe
„zerrinnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zerrinnen>, abgerufen am 29.11.2020.

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