zocken

Worttrennung zo-cken
Wortbildung  mit ›zocken‹ als Erstglied: Zocker  ·  mit ›zocken‹ als Letztglied: abzocken
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich Glücksspiele machen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zocken · Zocker · abzocken · Abzocke
zocken Vb. ‘am Glücksspiel teilnehmen’, entlehnt (zuerst rotw. 19. Jh.) aus jidd. zschocken, zachkenen ‘spielen’, hebr. śᵉḥōq ‘lachen, scherzen, spielen’ (Wolf Rotw. 346). Zocker m. ‘(gewerbsmäßiger) Glücksspieler’, (um 1900), rotw. Zchocker, jidd. zachkan, zachkener. Dazu die Weiterbildung abzocken Vb. ‘beim Spiel ausnehmen’, allgemein ‘zweifelhafte oder überhöhte Gebühren verlangen, jmdm. etw. listig oder hinterhältig abnehmen’, mit dem Verbalabstraktum Abzocke f. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
setzen (auf) · spielen · tippen · wetten (auf)  ●  zocken  ugs.
Synonymgruppe
spielen (am Computer)  ●  daddeln  ugs. · gamen  ugs. · zocken  ugs.

Typische Verbindungen zu ›zocken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zocken‹.

Verwendungsbeispiele für ›zocken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer auffällig viel Geld verliert, darf normalerweise nicht mehr zocken. [Süddeutsche Zeitung, 08.07.2004]
Ausgerechnet diejenigen, die sonst immer nach Offenheit rufen, zocken jetzt taktisch herum. [Bild, 31.01.2005]
Warum ist das so, wer bekommt das Geld, wer zockt am verrücktesten? [Bild, 06.10.1998]
Wer will, kann inzwischen telefonisch zocken, anonym mit einem Einsatz von 500 Euro. [Die Zeit, 10.09.2003, Nr. 37]
Acht Stunden zockte sie an den Tischen, verspielte viel Geld. [Bild, 29.07.1999]
Zitationshilfe
„zocken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zocken>.

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