zottig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungzot-tig (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
in Zotteln herabhängend, zottelig
Beispiele:
ein zottiger Bart
zottiges Haar
Der Bart ist noch wilder jetzt, die Mandelaugen unter den zottigen Brauen noch bedrohlicher [Feuchtw.Nero346]
Das eine [Pferd], ein Schimmel, hatte eine auffallend zottige Mähne [Bergengr.Rittmeisterin172]
2.
mit, voller Zotteln, zottelig
Beispiele:
zottige Hunde, Rinder, Ziegen, Schafe
ein zottiges Pony, Pferd
das zottige Fell des Pudels
er riß sich das Hemd unter dem Halse auseinander, so daß die zottige Brust zum Vorschein kam [Suderm.2,68]
3.
Medizin mit Zotten versehen
Beispiel:
Die Schleimhaut in diesem Bereich ist derb, zottig und von weißlicher Farbe [Gesundheit1968]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zotte · Zottel · Zottelbär · zotteln · zottig
Zotte f. ‘(verfilztes, durch Schmutz verklebtes) Haarbüschel, Fetzen, liederliche Frau’, ahd. zata f., zato m. (9. Jh.), zota f., zoto m. (10. Jh.) ‘Pferdemähne, buschiges Kopfhaar’, mhd. zote, zotte f. m. ‘was zottig herabhängt, Büschel, Flausch’, nd. Tot, nl. tod, todde ‘Fetzen, Lumpen’, engl. (älter, wohl aus dem Nl.) tod ‘Busch, Gebüsch, Ballen (Heu, Wolle)’, anord. toddi ‘Stückchen’ sowie schwed. (mundartlich) tuddug ‘zottig’, aengl. tætteca ‘Lumpen, Fetzen’, anord. tǫturr ‘Lumpen, Fetzen’ werden wie ↗Zettel und die dort verzeichneten Formen an eine t-Erweiterung der Wurzel ie. *dā(i)-, *dī̌- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’ angeschlossen. Zotte ist eigentlich ‘das herabhängende Büschel, Fetzen’. Die Formen mit tt- oder dd-Geminate sind expressiver Herkunft. Zottel f. ‘durch Schmutz verklebte Haare, Wollbüschel, Quaste, Troddel’ (15. Jh.). Zottelbär m. ‘Bär mit langhaarigem, zottigem Fell’ (18. Jh.). zotteln Vb. ‘in Fetzen hängen, mit schmutzigen, herunterhängenden Kleidern gehen, langsam, nachlässig, ohne Ziel daherschlendern, -trotteln’ (16. Jh.), Iterativbildung neben ahd. nāhzotten ‘hinterherlaufen’ (11. Jh.), mhd. zoten, frühnhd. zoten, zotten ‘in Zotteln niederhängen, langsam gehen, schlendern’; vgl. mnd. toddelen ‘in Zotten, in einzelnen Teilen herabfallen’. zottig Adj. ‘mit Zotten behaftet, büschelig (von Haar und Fell), unordentlich, verwildert’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
buschig · ↗zottelig · zottig
Synonymgruppe
struppig · ↗strähnig · zerzaust · ↗zottelig · zottig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Bär Fell Haar Hund Mähne Pelz Pferd Pony braun

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zottig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der alte Hund, der furchtlos starb, weil er nicht wußte, daß er lebte, trug ihn auf seinem zottigen Rücken zu ihr heran.
Die Zeit, 25.09.1947, Nr. 39
Da sie um jeden Preis auffallen wollten, war ihr Haar zottig und wild, fiel seitlich über die Ohren herab.
o. A.: Lexikon der Kunst - I. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 14676
Und auf einmal war dort nur ein einziger, wütend knurrender Klumpen zottiger Leiber.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 94
Aber warum hat sie kleine Ohren, spitze Zähne und ein zottiges Fell?
Bild, 29.01.2001
Sie hatten sie wohl in den Tagen immer irgendwo hocken sehen, aber in ihren zottigen Halbpelzen für zurückgebliebene Bewohner des Dorfes gehalten.
Dwinger, Edwin Erich: Die letzten Reiter, Jena: Eugen Diederichs 1935, S. 41
Zitationshilfe
„zottig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zottig>, abgerufen am 19.09.2019.

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