zusammenbrauen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung zu-sam-men-brau-en
Wortzerlegung zusammen-brauen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [scherzhaft] etw., besonders ein Getränk, aus mehreren Bestandteilen mischen
    1. [übertragen] ...
  2. 2. ...
    1. [übertragen] ⟨etw. braut sich zusammen⟩ etw. Unangenehmes, Gefährliches entwickelt sich
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
scherzhaft etw., besonders ein Getränk, aus mehreren Bestandteilen mischen
Beispiel:
einen Cocktail, eine Mixtur zusammenbrauen
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlichda hast du dir ja eine schöne Geschichte zusammengebraut (= dich in eine unangenehme Lage gebracht)
2.
Beispiel:
ein Unwetter braut sich zusammen (= zieht sich bedrohlich zusammen)
übertragen etw. braut sich zusammenetw. Unangenehmes, Gefährliches entwickelt sich
Beispiele:
Gefahr, Unheil braute sich zusammen
endlich war die Stunde gekommen, da aus Holt hervorbrach, ungewollt, was sich zusammengebraut und aufgestaut hatte [ NollHolt2,230]

Thesaurus

Synonymgruppe
(bedrohlich) nahen · ↗(jemandem) blühen · (sich) zusammenbrauen · ↗drohen · ↗lauern · nichts Gutes erwarten lassen · nichts Gutes verheißen · zu befürchten sein  ●  (da) kommt (noch) was auf uns zu  ugs. · (die) Einschläge kommen näher  ugs., fig., Spruch · ↗dräuen (lit., poet.)  geh. · zu befürchten stehen  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) zusammenbrauen  fig. · ↗brodeln  fig. · ↗gären  fig. · ↗schwelen  fig. · ↗schwären  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›zusammenbrauen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zusammenbrauen‹.

Verwendungsbeispiele für ›zusammenbrauen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es braut sich etwas zusammen in der zweitgrößten Stadt Österreichs.
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2003
In den letzten Monaten hatte sich viel Kritik über ihm zusammengebraut.
Die Zeit, 14.09.1979, Nr. 38
Offenbar haben sie, was sich zusammenbraute, viel früher gespürt als ich.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 15
Wochen später braute sich der öffentliche Sturm über ihm zusammen.
Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 130
Sie hatte alle Kaffeekarten des Monats geopfert, um einen einzigen echten Kaffee zusammenzubrauen für ihren Gast, den Arzt.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 109
Zitationshilfe
„zusammenbrauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zusammenbrauen>, abgerufen am 03.12.2020.

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