zusammenbrechen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungzu-sam-men-bre-chen
Wortzerlegungzusammen-brechen1
Wortbildung mit ›zusammenbrechen‹ als Grundform: ↗Zusammenbruch
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
einstürzen
Beispiele:
das Gerüst, die Tribüne, das baufällige Haus ist zusammengebrochen
die Brücke brach unter der schweren Last zusammen
übertragen zunichtewerden
Beispiele:
der Verkehr ist in der Innenstadt völlig zusammengebrochen (= zum Stillstand gekommen)
die Firma, das Unternehmen ist zusammengebrochen (= hat Bankrott gemacht)
[das Römische Reich Deutscher Nation] das nach fast tausend Jahren zusammengebrochen war [MoloEin Deutscher19]
2.
ohnmächtig, kraftlos umsinken, zu Boden fallen
Beispiele:
er brach unter der, seiner Last beinahe zusammen
tödlich getroffen, bewusstlos, ohnmächtig zusammenbrechen
sie ist vor Überanstrengung, nach seinem Tode völlig zusammengebrochen (= hat einen Zusammenbruch erlitten)
übertragen
Beispiel:
unter der Last der Beweise ist der Angeklagte zusammengebrochen (= hat er seine Schuld gestanden)

Thesaurus

Synonymgruppe
in sich zusammensinken · in sich zusammenstürzen · ↗kollabieren · zusammenbrechen
Computer
Synonymgruppe
abstürzen · zusammenbrechen  ●  (sich) aufhängen (Computer)  fig., Hauptform · ↗abkacken  derb · ↗abrauchen  ugs. · ↗abschmieren  ugs. · crashen  ugs.
Assoziationen
  • nicht mehr (...) können · nicht mehr funktionieren · nichts geht mehr · nichts ging mehr · zum Erliegen kommen · zusammenbrechen (Verkehr o.ä.)
Synonymgruppe
(in sich) zusammenfallen wie ein Kartenhaus · ↗einbrechen · ↗einfallen · ↗einsinken · ↗einstürzen · einstürzen wie ein Kartenhaus · in Trümmer fallen · in sich zusammenfallen · umknicken wie Streichhölzer · zusammenbrechen · ↗zusammenfallen · ↗zusammensinken · ↗zusammenstürzen  ●  ↗einkrachen  ugs. · ↗zusammenkrachen  ugs. · ↗zusammensacken  ugs.
Oberbegriffe
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
Synonymgruppe
nicht mehr (...) können · nicht mehr funktionieren · nichts geht mehr · nichts ging mehr · zum Erliegen kommen · zusammenbrechen (Verkehr o.ä.)
Assoziationen
  • abstürzen · zusammenbrechen  ●  (sich) aufhängen (Computer)  fig., Hauptform · ↗abkacken  derb · ↗abrauchen  ugs. · ↗abschmieren  ugs. · crashen  ugs.
  • abreißen · ↗aufhören · ↗enden · nicht fortgesetzt werden · nicht fortsetzen · zum Ende kommen · zum Erliegen kommen · zum Stillstand kommen
Synonymgruppe
(einen) Kollaps erleiden · (einen) Kollaps haben · (einen) Schwächeanfall erleiden · (einen) Schwächeanfall haben · (einen) Zusammenbruch erleiden · (einen) Zusammenbruch haben · ↗kollabieren · ↗wegsacken · ↗zusammenklappen  ●  zusammenbrechen  Hauptform · aus den Latschen kippen  ugs. · ↗umfallen  ugs. · ↗umkippen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(in sich) zusammenstürzen  fig. · ↗abstürzen  fig. · zusammenbrechen  fig. · zusammenfallen wie ein Kartenhaus  fig., variabel · ↗implodieren  geh., fig. · ↗kollabieren  geh., fig. · ↗zusammenkrachen  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansturm Erschöpfung Herzinfarkt Imperium Kartenhaus Kreislauf Last Regime Schuldenlast Server Stromnetz Stromversorgung System Telefonleitung Telefonnetz Verkehr Versorgung Wasserversorgung Welt bewußtlos blutend blutüberströmt brechen ohnmächtig plötzlich sonst tot vollends völlig weinend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zusammenbrechen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei 1500 m brach er zusammen, im Ziel kollabierte er.
Der Tagesspiegel, 21.06.2004
Gegen Ende des Jahres 1989 brach das kommunistische Weltreich zusammen.
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2003
Stammelnd wiederholt er die immergleichen Worte, dann bricht er zusammen.
Fath, Rolf: Werke - J. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 6439
Sie nahm auch denselben Weg wieder zurück; daheim aber brach sie zusammen und entfloh bei Nacht und Nebel.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 4777
Der Graf Told saß klein und zusammengebrochen an seinem Platz.
Jacques, Norbert: Dr. Mabuse, der Spieler, Gütersloh: Bertelsmann 1961 [1920], S. 103
Zitationshilfe
„zusammenbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zusammenbrechen>, abgerufen am 20.09.2019.

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