zutunlich

GrammatikAdjektiv
Nebenform seltenzutulich · Adjektiv
Worttrennungzu-tun-lich ● zu-tu-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›zutunlich‹ als Erstglied: ↗Zutunlichkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

veraltend zutraulich, anschmiegsam
Beispiele:
er galt als gesellig und zutunlich, als zutunlicher Mensch
er sah sie mit einem zutunlichen Blick, zutunlichen Lächeln an

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei ist er wie ein großes Kind, bald brüllend, bald strahlend zutunlich.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 29
Er wurde bald gegen uns alle freundlich zutunlich, plauderte, half, trieb niemanden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 31
Viel zutunlicher und freundlicher zeigte sich da der zweite Präfekt.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18135
Einmal wandte ich mich lange nach 1918 durchaus zutunlich an Curtius mit der Bitte um irgendeine Auskunft oder irgendwelche Bücher.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1954. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1954], S. 434
Agnes Miegel erzählt von der zutunlichen Art der Menschen, von der Herrlichkeit alter Städte.
NS-Frauen-Warte, 1939
Zitationshilfe
„zutunlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zutunlich>, abgerufen am 19.07.2019.

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