zuvorkommen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung zu-vor-kom-men
Wortzerlegung zuvorkommen
Wortbildung  mit ›zuvorkommen‹ als Grundform: ↗zuvorkommend
eWDG, 1977

Bedeutung

jmdm., einer Sache zuvorkommenetw. zum eigenen Vorteil tun, erreichen, bevor ein anderer es tut, erreicht, in einer Angelegenheit schneller sein als ein anderer
Beispiele:
er ist den anderen bei dem Kauf, mit seinem Angebot, bei dieser Sache, in dieser Angelegenheit zuvorgekommen
Amundsen war dem englischen Kapitän Scott am Südpol zuvorgekommen
er sagte dies, um allen Gerüchten zuvorzukommen (= rechtzeitig zu begegnen)
sie kam seinen Wünschen zuvor (= sie erfüllte seine Wünsche, bevor er sie aussprach)
einem Angriff zuvorkommen (= einen vermuteten Angriff des Gegners durch einen Angriff verhindern)

Thesaurus

Synonymgruppe
schneller da sein · ↗vorausgehen · zuvorkommen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(jemandem) zuvorkommen · ↗(jemanden) ausbooten · ↗(jemanden) ausmanövrieren · ↗(jemanden) ausspielen · ↗(jemanden) ausstechen  ●  (jemanden) ein Schnippchen schlagen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) zuvorkommen  ●  ↗(jemandem etwas) (vor der Nase) wegschnappen  ugs. · schneller sein  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(einer Sache) zuvorkommen · (sich) absichern gegen · Vorkehrungen treffen (gegen) · Vorsichtsmaßnahmen ergreifen (gegen) · Vorsorge treffen (gegen)  ●  ↗(einer Sache) vorbeugen  Hauptform · ↗vorbauen  fig.
Assoziationen
  • (etwas) bekämpfen, bevor es entsteht · (etwas) gar nicht (erst) so weit kommen lassen · (etwas) noch vor seiner Entstehung verhindern · (etwas) schon im Ansatz unterdrücken · (etwas) schon im Vorfeld abblocken · ↗(etwas) vereiteln · (gar) nicht (erst) aufkommen lassen · (gar) nicht (erst) einreißen lassen · von vornherein unterbinden  ●  im Keim ersticken  fig., Hauptform · den Anfängen wehren (lit.)  geh.

Typische Verbindungen zu ›zuvorkommen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zuvorkommen‹.

Verwendungsbeispiele für ›zuvorkommen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber immerhin ist es oft genug möglich, dem Schicksal zuvorzukommen.
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2003
Sie sind zuvorkommend, die Seminare sind nicht so überfüllt, und sie bemühen sich um einen.
Der Tagesspiegel, 20.10.2003
Als ich vor einigen Tagen an dich schreiben wollte, war mir Otto schon zuvorgekommen.
Brief von Wilhelm Busch an Grete Meyer vom 18.07.1900. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1900], S. 8980
Sie kann auch versuchen, ihm zu verbieten, liebenswürdig, höflich und zuvorkommend zu sein.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 173
Eine Unterhaltung ist nicht unbedingt nötig, doch sollten Sie immer liebenswürdig und zuvorkommend sein.
Eichler, Lillian: So oder so? In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 20663
Zitationshilfe
„zuvorkommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zuvorkommen>, abgerufen am 15.07.2020.

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