zuwiderhandeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungzu-wi-der-han-deln
Wortzerlegungzuwiderhandeln2
Wortbildung mit ›zuwiderhandeln‹ als Erstglied: ↗Zuwiderhandlung
eWDG, 1977

Bedeutung

einer Sache zuwiderhandelnim Widerspruch zu etw. handeln, gegen etw., besonders ein Verbot, eine Anordnung, verstoßen
Beispiele:
er hat meinen Anordnungen, den Bestimmungen der Betriebsordnung zuwidergehandelt
du darfst dem Gesetz, der Vorschrift nicht zuwiderhandeln
Zuwiderhandelnde werden bestraft

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) hinwegsetzen (über) · ↗missachten · zuwiderhandeln  ●  (etwas) Verbotenes tun  Hauptform · (ein) böses Kind sein  ugs., Kindersprache, variabel · (eine Regel) mit den Füßen treten  ugs. · böse sein  ugs., Kindersprache · vom süßen Gift (des / der ...) naschen  geh., ironisierend, literarisch
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) hinwegsetzen (über) · ↗verstoßen (gegen)  ●  (einer Vorschrift) zuwiderhandeln  juristisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anordnung Befehl Beschluß Bestimmung Gebot Geist Grundsatz Interesse Prinzip Verbot Vorschrift Weisung bewußt fahrlässig handeln vorsätzlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zuwiderhandeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber indem sie das tut, handelt sie ostdeutschen Interessen zuwider, denn die ostdeutschen Probleme können nur gesamtdeutsch gelöst werden.
Süddeutsche Zeitung, 10.03.1994
Um danach zu handeln, muß man einige Male zuwidergehandelt haben.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 161
Jeder, der irgendeiner Bestimmung des vorliegenden Gesetzes zuwiderhandelt, setzt sich strafrechtlicher Verfolgung aus.
Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]
Wir haben uns doch wesentlich häufiger gesehen, als es allgemein üblich ist, und damit dem Gesetz der Distanz genau zuwidergehandelt, das sonst immer gepredigt wird.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 108
Anders als bei Hobbes gibt es keinen absoluten Souverän; eine Regierung, die den elementaren Interessen ihrer Bürger zuwiderhandelt, begibt sich schon damit ihrer Autorität.
Bubser, E.: Spinoza. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 35641
Zitationshilfe
„zuwiderhandeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zuwiderhandeln>, abgerufen am 15.11.2019.

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