Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

zwiegesichtig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung zwie-ge-sich-tig
Wortzerlegung zwie- Gesicht -ig
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

gehoben, veraltend doppelgesichtig

Verwendungsbeispiele für ›zwiegesichtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist also wohl gar kein ernsthaftes Buch, das ist alles doppelbödig und zwiegesichtig und damit höchst suspekt! [Die Zeit, 20.07.1962, Nr. 29]
Die Wahrnehmung eines zwiegesichtigen Nachbarn fördert nicht gerade die Bereitschaft zu vorurteilsfreier Beschäftigung mit eigener Schuld. [Die Zeit, 19.01.1996, Nr. 4]
Die Einigung im Reich war zwiegesichtig, das heißt, sie war Erfüllung und zugleich Begrenzung. [Die Zeit, 02.04.1965, Nr. 14]
Zwielichtig, zwiegesichtig und bleich stand der Abgeordnete in der Unordnung seines volksvertretenden Lebens. [Koeppen, Wolfgang: Das Treibhaus. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1953], S. 354]
Der Schattenriss ist immer zwiegesichtig, kann Abbild oder Urbild sein. [Süddeutsche Zeitung, 03.02.2001]
Zitationshilfe
„zwiegesichtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/zwiegesichtig>.

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